Neues Synchronisations-Framework für KDE
Das OpenSync- und das KDE-Team haben sich zusammengeschlossen, um eine einheitliche Bibliothek für die Synchronisation zwischen PIM-Anwendungen und mobilen Geräten zu erstellen. OpenSync bietet bereits ein plattformunabhängiges Synchronisations-Framework an, welches durch Plug-ins erweitert werden kann. So bestehen auf Geräteseite bereits Plug-ins für PalmOS, Windows CE oder diverse Mobiltelefone.
Mit MultiSync existiert auch eine Benutzerschnittstelle, die entweder per Kommandozeile oder aber mit einer grafischen Oberfläche auf GTK-Basis verwendet werden kann. Diese unterstützt bereits die Desktop-Applikationen Kontact und Evolution und regelt den Datenabgleich zwischen diesen und mobilen Geräten. Zukünftig wird OpenSync auch als Grundlage für alle Synchronisationswerkzeuge in KDE dienen, so dass es direkt aus KDE-Applikationen ohne MultiSync genutzt werden kann.
Im August trafen sich OpenSync- und KDE-Entwickler, um dieses Vorhaben anzugehen und programmierten eine grafische Oberfläche für OpenSync auf Qt-Basis, die weiterhin KitchenSync genannt wird. Die alte KitchenSync-Version sowie die anderen Werkzeuge, wie Kandy oder KSync, wurden aus dem KDE4-Quelltext bereits entfernt. Auch KPilot soll ersetzt werden, sobald das neue Framework alle Funktionen gleichwertig anbietet.
Der Vorteil von OpenSync liegt darin, dass es sich um eine einheitliche Plattform mit Plug-in-System handelt. Hersteller müssen nur ein Plug-in für OpenSync anbieten, um so eine Vielzahl an Plattformen abzudecken. Hiervon profitiert wiederum KDE, da bereits existierende Plug-ins auch für die freie Desktop-Umgebung zur Verfügung stehen und sich die Entwickler nicht mehr damit beschäftigen müssen, eine eigene Synchronisationslösung zu entwickeln.
OpenSync 1.0 wird für Anfang 2006 erwartet, das KDE-Frontend soll parallel dazu erscheinen. Diese Version wird Kontact und Evolution als Desktop-Applikationen unterstützen, um damit Palms, SyncML- und IrMC-kompatible Geräte abzugleichen.
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