Deutschland: Microsoft investiert in künstliche Intelligenz
Microsoft schätze die wissenschaftliche Kompetenz des DFKI, die Anwendungsorientierung und die thematisch fokussierte Zusammenarbeit, so Wolfgang Branoner, heute "Director Public Sector" bei Microsoft-Deutschland. Der ehemalige Berliner Wirtschaftssenator betont, dass Microsoft in den letzten Jahren weltweit eigene Forschungslabore eingerichtet hat, in dem international renommierte Wissenschaftler auch zu Themen der künstlichen Intelligenz arbeiten. Die vorhandenen intensiven wissenschaftlichen Kontakte zwischen Microsoft und DFKI sollen durch den Erwerb des Gesellschaftsanteils gebündelt und auf eine solide Basis gestellt werden.
"Für das DFKI ist Microsoft als Kooperations- und Projektpartner eine ideale Ergänzung zum bisherigen Gesellschafterkreis" , so Prof. Wolfgang Wahlster. "DFKI-Innovationen können jetzt dank des Microsoft-Know-hows noch stärker in Richtung marktfähige Produkte und Dienste entwickelt werden." Die gemeinsamen Interessensgebiete seien "mannigfaltig" und man sei sehr stolz darauf, dass sich Microsoft entschied, mit dem DFKI eine "Innovationspartnerschaft" einzugehen.
Forschung am DFKI findet in folgenden sechs Forschungsbereichen statt: Bildverstehen und Mustererkennung, Wissensmanagement, intelligente Benutzerschnittstellen, Deduktion und Multiagentensysteme, Sprachtechnologie sowie intelligente Visualisierung und Simulation.
Organisiert als Public-Private-Partnership ist das 1988 gegründete DFKI mit Sitz in Kaiserslautern und Saarbrücken eine gemeinnützige GmbH, die sich rein durch Auftrags- und Projektforschung finanziert. Die Industrie hat die Mehrheit im Aufsichtsrat. Siemens war Gründungsgesellschafter, später kamen DaimlerChrysler, SAP, IDS Scheer, die Deutsche Telekom, Bertelsmann und nun auch Microsoft hinzu. Das DFKI beschäftigt mittlerweile über 200 Mitarbeiter und soll 2005 einen Umsatz von 20 Millionen Euro erzielen. Die Technische Universität Kaiserslautern und die Universität des Saarlandes sind auf universitärer Seite beteiligt.