Windows-Patch schließt drei Sicherheitslücken
Zwei der drei Windows-Sicherheitslücken lassen sich über WMF- oder EMF-Dateien ausnutzen, indem ein Angreifer seine Opfer dazu bringt, entsprechend manipulierte Dateien zu öffnen. Ein ungeprüfter Puffer tritt bei der Anzeige von WMF-Dateien auf, während ein weiterer ungeprüfter Puffer sowohl bei WMF- als auch bei EMF-Dateien zuschlägt. Darüber kann ein Angreifer beliebigen Programmcode ausführen und sich so eine umfassende Kontrolle über ein fremdes System verschaffen.
Beide Lücken wurden von den Sicherheitsspezialisten von eEye entdeckt, die angeben, dass Microsoft auf den WMF-Fehler vor mehr als zwei Monaten(öffnet im neuen Fenster) hingewiesen wurde. Außerdem wurde der Hersteller demnach über das Sicherheitsloch bezüglich der WMF- und EMF-Dateien vor mehr als sieben Monaten im März 2005(öffnet im neuen Fenster) informiert. Erst jetzt hat Microsoft einen Patch gegen diese beiden Sicherheitslücken veröffentlicht.
Über die beiden oben genannten Sicherheitslecks könnten Angreifer außerdem Nutzerrechte auf lokaler Ebene ausweiten oder einen Denial-of-Service-Angriff ausführen. Letzteres ist auch mit dem dritten Sicherheitsloch möglich, das sich gleichfalls durch einen ungeprüften Puffer diesmal nur bei EMF-Dateien bemerkbar macht. Alle aufgelisteten Sicherheitslücken stecken im Windows Graphical Device Interface (GDI), so dass es alle Windows-Applikationen betrifft, die WMF- oder EMF-Dateien anzeigen.
Microsoft bietet einen Patch für Windows 2000, XP sowie Windows Server 2003 ab sofort zum Download(öffnet im neuen Fenster) an. Alternativ kann der Patch über die Update-Funktion des Betriebssystems geladen werden.
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