Neuer Entwurf für stabile Linux-Treiber-Schnittstelle
Nach Kroah-Hartmans erstem Blog-Eintrag ging er davon aus, dass die drei Hersteller Fujitsu, NEC und Hitachi ein stabiles Kernel-API forderten, um so einfacher Closed-Source-Treiber anbieten zu können. Eine Schnittstelle für solche Treiber besteht zwar bereits, diese wird jedoch öfters geändert, so dass Hardware-Hersteller ihre Treiber nachträglich anpassen müssen.
Kroah-Hartman wurde vom OSDL Japan zu einem Treffen(öffnet im neuen Fenster) eingeladen, um den Herstellern zu erklären, warum die Kernel-Entwickler von einem solchen API nichts halten. Allerdings lag nun bereits eine neue Präsentation(öffnet im neuen Fenster) vor, die ein anderes Modell vorsieht.
Die neue Idee besteht in einer weitere Abstraktionsebene im Kernel, um Treiber für den Kernel besser anpassen zu können. Diese würde aber gar keine Binärtreiber unterstützen und Hersteller sogar dazu animieren, ihre Treiber im Quelltext unter der GPL zu veröffentlichen. Laut Kroah-Hartman kam man jedoch nur bis zur dritten Seite der Präsentation und habe anschließend über die grundsätzlichen Probleme hinter den Vorschlägen diskutiert. Was aus diesen Plänen werden könnte, verrät der Entwickler nicht.
Allerdings lässt er sich über das OSDL aus und wirft ihnen vor, ihn nicht richtig informiert zu haben. Vielmehr habe man ihn als letzte Rettung bestellt, anstatt sich selbst um die Lösung der Probleme zu bemühen – obwohl die Hersteller schon erkannt hatten, dass ihre ursprüngliche Idee nicht umsetzbar ist. Daher wolle er in Zukunft nichts mehr mit der technischen Abteilung des OSDL zu tun haben.
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