Palm konzentriert sich weiter auf Smartphones
Dennoch wird Palm auch in Zukunft PDAs ohne Telefonfunktion anbieten
In einem Interview mit der Berliner Zeitung hat Palm-Chef Ed Colligan bekräftigt, dass sein Unternehmen sich künftig vermehrt der Entwicklung von Smartphones widmen wird. Im unteren Preissegment will man allerdings auch künftig PDAs ohne Telefonfunktion anbieten, doch diese seien dann eher für den Privatgebrauch gedacht.
Ed Colligan vertritt gegenüber der Berliner Zeitung die Meinung, dass die Kunden nicht mehrere Geräte wie Musik-Player, PDA und Handy mit sich herumschleppen wollen und der Treo diese Bedürfnisse bereits abdecke. Der Palm-Chef glaubt aber nicht, dass Kameras durch Handys vollständig ersetzt werden.
Angesprochen auf die Kooperation mit Microsoft bei dem Treo-Modell mit Windows Mobile 5.0 sagte Colligan, dass viele Firmen ausschließlich Windows-Software einsetzen würden und man diese eben nur erreiche, indem man ihnen Geräte mit Windows-Software anbiete. Nach Ansicht des Palm-Chefs seien nur WindowsCE-Smartphones weltweit gleichermaßen erfolgreich. Während Palm in den USA mit den bisherigen Treo-Modellen Erfolge vorzuweisen hat, sei Symbian in Europa sehr stark. Daher sah es Palm als guten Kompromiss, nun auch WindowsCE-basierte Geräte neben den bisherigen PalmOS-Modellen anzubieten. Das Entwicklungstempo von PalmSource sei aber nicht der Grund gewesen, mit Microsoft zu kooperieren.
Im Gespräch mit der Berliner Zeitung betonte Ed Colligan, dass Palm von Microsoft die Möglichkeit eingeräumt wurde, das Betriebssystem Windows Mobile 5.0 verändern zu dürfen. Somit biete Palm den Treo mit Windows Mobile 5.0 mit Funktionen an, die WindowsCE-Geräte anderer Hersteller nicht vorweisen können. Bill Gates selbst soll sich dafür eingesetzt haben, dass Palm diese Möglichkeiten eingeräumt werden.
Die Kooperation von Palm mit Research In Motion sieht Ed Colligan als Möglichkeit, dass Treo-Kunden die BlackBerry-E-Mail-Funktionen nutzen können, ohne dafür auf ein Gerät von Research In Motion (RIM) zurückgreifen zu müssen. In der Kooperation sieht Ed Colligan auch Vorzüge für RIM, die so ihr Softwaregeschäft ausweiten und ihren Kunden eine größere Auswahl an Endgeräten zur Verfügung stellen können. Die BlackBerry-Unterstützung findet sich auch in verschiedenen WindowsCE-Smartphones und in einer Reihe von Symbian-Smartphones.
Obwohl sich Palm dem Thema Wimax nicht verschließen will, setzt Ed Colligan eher auf WLAN und führt die Beispiele von San Francisco und Minneapolis an, wo flächendeckende WLAN-Netze aufgebaut werden sollen. Dem mobilen Internetzugang gehöre die Zukunft, wobei der Palm-Chef schätzt, dass in zehn Jahren die meisten Menschen mit mobilen Endgeräten online gehen werden.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed






Denke ich nicht, wenn man wirklich zu jeder Zeit immmer PDA und Handy dabei haben muss...