Abo
  • IT-Karriere:

T2: Optimale Linux-Distribution im Eigenbau

Distributionsbaukasten stammt von Rock-Linux ab

Nach rund einem Jahr Entwicklungszeit hat das Projekt seinen Distributionsbaukasten T2 jetzt erstmals in einer "stabilen" Version vorgelegt. Das von Rock Linux abstammende T2 v2.1.0 alias "Charlotte" ist mehr ein Linux-Baukasten als nur eine weitere Linux-Distribution. Das als System Development Environment (SDE) bezeichnete System erlaubt es, eigene, aktuelle und auf die jeweilige Hardware optimierte Distributionen zu erstellen - ganz gleich ob diese nun auf einem PC installiert, als Live-CD oder ROM für Embedded-Geräte laufen sollen. Dabei ist das System nicht einmal auf Linux festgelegt.

Artikel veröffentlicht am ,

Rock Linux wurde 1998 von Clifford Wolf von Grund auf neu entwickelt, die T2-Entwicklung begann im Juli 2004, als sich einige Rock-Linux-Entwickler mit der Entwicklung von Rock-Linux unzufrieden zeigten. Dabei standen weniger die technischen Aspekte im Vordergrund als vielmehr persönliche Differenzen in Bezug auf die Zusammenarbeit der Entwickler untereinander. T2 sucht hier einen deutlich offeneren Ansatz, um Entwickler mit einzubeziehen.

Zwar ist T2 in erster Linie eine Distribution von Entwicklern für Entwickler, trotzdem gestaltet sich die Installation nicht sonderlich kompliziert. Dennoch müssen beispielsweise benötigte Dienste aus Sicherheitsgründen explizit gestartet werden, von Hause aus sind alle Dienste deaktiviert. Das Konfigurationswerkzeug "stone" deckt lediglich die wichtigsten Bereiche ab, ausgeklügelte Wizards, wie sie andere Distributionen bieten, bringt T2 nicht mit, wohl aber eine umfangreiche Dokumentation und eine Schnellstart-Anleitung.

Die Stärken von T2 liegen in anderen Bereichen: T2 verfügt über eine sehr klare und schlanke Struktur, lässt die einzelnen Softwarepakete weitgehend unangetastet und erlaubt es, die gesamte Distribution auf die Ziel-Hardware zu optimieren, ähnlich wie diverse BSD-Derivate oder Gentoo. Dabei bestehen die einzelnen Pakete in der Regel nur aus einer knappen Paketbeschreibung und verweisen auf die Original-Quelltexte. Patches werden nur dann eingebunden, wenn dies unbedingt notwendig ist, beispielsweise weil eine Software sich andernfalls nicht kompilieren lässt oder eine Sicherheitslücke gestopft werden soll.

Entsprechend einfach ist es, neue T2-Pakete zu erstellen, denn es werden lediglich einige Meta-Daten benötigt. Das Build-System von T2 kann die meisten Pakete automatisch erstellen und auch Abhängigkeiten weitgehend automatisch auflösen, ohne dass diese in die Pakete per Hand eingepflegt werden müssen. Die Quelltexte werden direkt von den Entwicklern übernommen, wenn gewünscht auch aus dem CVS- oder SVN-Repository, so dass T2 eine sehr aktuelle Software-Auswahl bieten kann.

T2: Optimale Linux-Distribution im Eigenbau 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 344,00€

ohmaney 08. Nov 2005

leider zuviele abhängigkeiten =( außerdem baue ich mein system gerne selber..ich will...

typ.o 08. Nov 2005

hier ist ein hinweis http://praegnanz.de/weblog/744/open-source-macht-sich-ausgehfein...


Folgen Sie uns
       


Raspberry Pi 4B vorgestellt

Nicht jedem dürften die Änderungen gefallen: Denn zwangsläufig wird auch neues Zubehör fällig.

Raspberry Pi 4B vorgestellt Video aufrufen
Smarte Wecker im Test: Unter den Blinden ist der Einäugige König
Smarte Wecker im Test
Unter den Blinden ist der Einäugige König

Einen guten smarten Wecker zu bauen, ist offenbar gar nicht so einfach. Bei Amazons Echo Show 5 und Lenovos Smart Clock fehlen uns viele Basisfunktionen. Dafür ist einer der beiden ein besonders preisgünstiges und leistungsfähiges smartes Display.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Nest Hub im Test Google vermasselt es 1A

Arbeit: Hilfe für frustrierte ITler
Arbeit
Hilfe für frustrierte ITler

Viele ITler sind frustriert, weil ihre Führungskraft nichts vom Fach versteht und sie mit Ideen gegen Wände laufen. Doch nicht immer ist an der Situation nur die Führungskraft schuld. Denn oft verkaufen die ITler ihre Ideen einfach nicht gut genug.
Von Robert Meyer

  1. IT-Forensikerin Beweise sichern im Faradayschen Käfig
  2. Homeoffice Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst
  3. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt

Indiegames-Rundschau: Epische ASCII-Abenteuer und erlebnishungrige Astronauten
Indiegames-Rundschau
Epische ASCII-Abenteuer und erlebnishungrige Astronauten

In Stone Story RPG erwacht ASCII-Art zum Leben, die Astronauten in Oxygen Not Included erleben tragikomische Slapstick-Abenteuer, dazu kommen Aufbaustrategie plus Action und Sammelkartenspiele: Golem.de stellt neue Indiegames vor.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Von Bananen und Astronauten
  2. Indiegames-Rundschau Verloren im Sonnensystem und im Mittelalter
  3. Indiegames-Rundschau Drogen, Schwerter, Roboter-Ritter

    •  /