Abo
  • Services:

Mechanical Turk: Die künstliche, künstliche Intelligenz

Amazon-Projekt verknüpft künstliche Intelligenz mit menschlichem Wissen

Der Schach-Türke stand für Amazons neues Projekt zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz Pate: "Mechanical Turk". Dabei sollen Menschen von Computern gestellte Aufgaben abarbeiten und nicht umgekehrt.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Idee hinter dem Amazon-Projekt ist, die maschinen-erzeugte Intelligenz von programmgesteuerten Rechnern um das von Menschen gehandhabte Wissen zu ergänzen. Das gewohnte Prinzip der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine, wonach der Benutzer dem Computer eine Anweisung gibt, dieser sie ausführt und dann das Ergebnis anzeigt, wird beim Mechanical Turk umgekehrt. Hier gibt der Computer dem menschlichen Anwender eine Aufgabe vor, die dieser für Geld abarbeitet. Die auf diese Weise erzeugten Wissens-Einheiten, die Mechanical-Turk-Website nennt sie "HITs" für "Human Intelligence Tasks", werden organisiert abgespeichert und dienen als Grundlage für eine Datenbank, aus der dank Künstlicher Intelligenz nach und nach komplexere Fragen automatisch beantwortet werden sollen.

Stellenmarkt
  1. EVIATEC Systems AG, Ludwigsburg
  2. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden

Amazon Mechanical Turk
Amazon Mechanical Turk
Für interessierte Teilnehmer, die ihr Wissen zur Verfügung stellen und dafür einen Geldbetrag bekommen wollen, besteht der Ablauf aus drei Schritten: Der angemeldete Nutzer sucht sich aus den aufgeführten Aufgaben eine passende aus. Der Aufgabenstellende hat vorher festgelegt, welchen Betrag er für deren Erledigung zu bezahlen bereit ist. Durch einen Klick akzeptiert der Bearbeiter eine Aufgabe, zum Beispiel die Identifizierung eines Objekts auf einem Bild, oder das Verfassen eines Titels für einen Eintrag in einem Online-Autokatalog. Für Aufgaben kommen alle möglichen Dinge in Betracht, die an einem Computer mit Internetanschluss bearbeitet werden können.

Nach der Erledigung der Aufgabe muss noch der Aufgabensteller bestätigen, dass er mit dem gelieferten Ergebnis zufrieden ist, und dem Bearbeiter wird der vereinbarte Betrag in seinem Konto gutgeschrieben. Die Teilnahme ist derzeit auf Nutzer mit persönlichem Konto bei einer US-Bank beschränkt.

Entwicklern steht eine Web-Programmierschnittstelle zur Verfügung, mit der er sie aus ihrer eigenen Anwendung Aufgaben (HITs) an das Mechanical-Turk-Projekt übermitteln können. Die von den dort aktiven Mitarbeitern erzeugten Ergebnisse werden über die Schnittstelle zurückgegeben, sodass der Programmierer die gegebenen Antworten in seiner Anwendung weiterverarbeiten kann. Der "Mechanical Turk" erhält dann eine Provision.

Der Namenspate war einst ein Automat in der Form eines lebensgroßen, vor einem Spielbrett sitzenden Türken. Entwickelt wurde dieses Schach spielende, aus Rädern, Hebeln und beweglichen Teilen bestehende mechanische Wunderwerk um das Jahr 1769 von Wolfgang von Kempelen, einem hohen Beamten am Hofe von Maria Theresia, der Erzherzogin von Österreich sowie Königin Ungarns und Böhmens. Zu einer Zeit der beginnenden Technik-Verliebtheit war der Schach-Türke ein frühes Modell für den Bau einer Denk-Maschine.

Die Funktionsweise des Schachtürken von Hofrat von Kempelen basierte übrigens auf einer Täuschung, das hatte der Erfinder immer betont. Heute ist so gut wie sicher, dass in der Konstruktion ein kleinwüchsiger Mensch gesessen haben muss, der ein ausgezeichneter Schachspieler war [von Ulrich Wolf]



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,99€
  2. (u. a. Der Marsianer, Spaceballs, Titanic, Batman v Superman)
  3. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  4. (u. a. Deadpool, Alien Covenant, Assassins Creed)

Qos 11. Dez 2005

...dann sei doch mal so gerecht, auch das land zu erwähnen, wo schach erfunden wurde, das...

oujie 07. Nov 2005

Es ist das genaue Gegenteil. Der Computer stellt dir Fragen, und du kriegst Geld um sie...

Billiglohnarbeiter 07. Nov 2005

Sehe ich das irgendwie falsch oder sind auf dem Screenshot tatsächlich Aufgaben, für die...

Roy Bluse 06. Nov 2005

Ist auch selbstmanipulierend.

Bibabuzzelmann 04. Nov 2005

Nix Text für dich ^^


Folgen Sie uns
       


Huawei P20 Pro - Hands on

Huaweis neues Smartphone P20 Pro kommt mit drei Hauptkameras und einer Reihe von KI-Funktionen. Wir haben uns das Gerät in einem ersten Hands on angeschaut.

Huawei P20 Pro - Hands on Video aufrufen
Ancestors Legacy angespielt: Mittelalter für Echtzeit-Strategen
Ancestors Legacy angespielt
Mittelalter für Echtzeit-Strategen

Historisch mehr oder weniger akkurate Spiele sind angesagt, nach Assassin's Creed Origins und Kingdom Come Deliverance will nun auch Ancestors Legacy mit Geschichte punkten. Golem.de hat eine Beta des im Mittelalter angesiedelten Strategiespiels ausprobiert.

  1. Into the Breach im Test Strategiespaß im Quadrat

NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test: Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit
NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test
Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit

Unter dem leuchtenden Schädel steckt der bisher schnellste NUC: Der buchgroße Hades Canyon kombiniert einen Intel-Quadcore mit AMDs Vega-GPU und strotzt förmlich vor Anschlüssen. Obendrein ist er recht leise und eignet sich für VR - selten hat uns ein System so gut gefallen.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Crimson Canyon Intel plant weiteren Mini-PC mit Radeon-Grafik
  2. NUC7CJYS und NUC7PJYH Intel bringt Atom-betriebene Mini-PCs
  3. NUC8 Intels Mini-PC hat mächtig viel Leistung

Mobilfunk: Was 5G im Bereich Security bringt
Mobilfunk
Was 5G im Bereich Security bringt

In 5G-Netzwerken werden Sim-Karten für einige Anwendungsbereiche optional, das Roaming wird für Netzbetreiber nachvollziehbarer und sicherer. Außerdem verschwinden die alten Signalisierungsprotokolle. Golem.de hat mit einem Experten über Sicherheitsmaßnahmen im kommenden 5G-Netzwerk gesprochen.
Von Hauke Gierow

  1. IMSI Privacy 5G macht IMSI-Catcher wertlos
  2. DAB+ Radiosender hoffen auf 5G als Übertragungsweg
  3. Netzbetreiber 5G kommt endlich in die Umsetzungsphase

    •  /