Apple hält sich bei Sicherheitslecks weiterhin bedeckt

Neue Erkenntnis: QuickTime 7.0.3 behebt vier Sicherheitslücken

Vor mehr als drei Wochen hat Apple die Version 7.0.3 von QuickTime veröffentlicht, ohne Informationen zu nennen, welche Änderungen das Update bringt. Erst jetzt ist bekannt, dass mit QuickTime 7.0.3 gleich vier Sicherheitslücken geschlossen werden, wovon drei Lecks zur unberechtigten Ausführung von Programmcode missbraucht werden können.

Artikel veröffentlicht am ,

Immer wieder stellt Apple leider nur unzureichende Informationen bereit, wenn Sicherheitslücken in Applikationen des Herstellers behoben werden. Im aktuellen Fall dauerte es drei Wochen, bis Apple überhaupt verriet, dass QuickTime 7.0.3 gleich vier Sicherheitslecks schließt. Allerdings lassen auch die nun bereit gestellten Informationen zu wünschen übrig und verschweigen vielfach die Folgen der Sicherheitslücken, die nur in den Dokumenten erläutert werden, die der Entdecker der Sicherheitslücken, Piotr Bania, veröffentlicht hat.

Stellenmarkt
  1. Continual Service Improvement Consultant (m/w/d)
    ALDI International Services GmbH & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr
  2. IT Administrator (m/w/d)
    SySS GmbH, Tübingen
Detailsuche

So erklärt Apple etwa in der endlich veröffentlichen Sicherheitsinformation zu QuickTime 7.0.3, dass es zu einem Puffer-Überlauf im Programm kommen kann, wenn eine ältere QuickTime-Version eine manipulierte PICT-Datei öffnet. Dies kann von Angreifern zum Ausführen von Programmcode missbraucht werden, wie Piotr Bania berichtet. Apple selbst verschweigt die Auswirkung der Sicherheitslücke, so dass Anwender sowie Administratoren durch die Apple-Informationen nichts über die Gefährdung durch das Sicherheitsloch erfahren.

Die Folgen von zwei weiteren Sicherheitslecks in früheren QuickTime-Versionen werden von Apple gleichfalls verschwiegen, obwohl beide Sicherheitslücken einem Angreifer ebenfalls das Ausführen von Programmcode erlauben. Dazu muss ein Opfer lediglich dazu gebracht werden, eine speziell formatierte MOV-Datei zu öffnen, um so eine umfassende Kontrolle über ein fremdes System zu erlangen.

Bei der vierten Sicherheitslücke, die durch QuickTime 7.0.3 geschlossen wird, gibt sich Apple ausnahmsweise weniger zugeknöpft und verrät, dass das Sicherheitsloch für eine Denial-of-Service-Attacke missbraucht werden kann. Dazu müssen entsprechende Inhalte entsprechend aufbereitet werden. Alle Sicherheitslücken gelten für die Windows- und MacOS-X-Versionen von QuickTime und sollen mit der seit drei Wochen verfügbaren Version 7.0.3 von QuickTime geschlossen werden.

Vollkommen unklar bleibt, warum Apple es in Bezug auf Sicherheitslücken wiederholt vorzieht, sich in Schweigen zu hüllen, anstatt die Kunden angemessen zu informieren. Schließlich lassen sich die Risiken für Nutzer und Administratoren nicht abschätzen, wenn sie nur unvollständig und wie in diesem Fall mit massiver Verzögerung über Sicherheitslecks in Apple-Applikationen informiert werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


SK 07. Nov 2005

ok, ich seh es ein, wo hatte ich nur meine augen!

jmz 07. Nov 2005

OK jetzt mal Butter bei die Fische. Herr Ulf darf jetzt mal sagen was an QT und iTunes...

nf1n1ty 06. Nov 2005

Mal wahre Worte. Ich wunder mich ehrlich immer, warum neue Fehler immer in großen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Klimaforscher
Das Konzept der Klimaneutralität ist eine gefährliche Falle

Mit der Entnahme von CO2 in den nächsten Jahrzehnten netto auf null Emissionen zu kommen, klingt nach einer guten Idee. Ist es aber nicht, sagen Klimaforscher.
Von James Dyke, Robert Watson und Wolfgang Knorr

Klimaforscher: Das Konzept der Klimaneutralität ist eine gefährliche Falle
Artikel
  1. Festnetzersatz: Deutsche Telekom sagt Fixed Wireless Access erst einmal ab
    Festnetzersatz
    Deutsche Telekom sagt Fixed Wireless Access erst einmal ab

    FWA sollte rund 1 GBit/s an ein Viertel aller Haushalte in Deutschland liefern. Doch laut Telekom gibt es zu viele Probleme mit der Technologie.

  2. Kalter Krieg 2.0?: Die Aufregung um Chinas angebliche Hyperschallwaffe
    Kalter Krieg 2.0?
    Die Aufregung um Chinas angebliche Hyperschallwaffe

    Die Volksrepublik China soll eine Hyperschallwaffe getestet haben. China dementiert die Vorwürfe aber und sagt, es wäre ein Raumschiff gewesen.
    Eine Analyse von Patrick Klapetz

  3. M1 Pro/Max: Dieses Apple Silicon ist gigantisch
    M1 Pro/Max
    Dieses Apple Silicon ist gigantisch

    Egal ob AMD-, Intel- oder Nvidia-Hardware: Mit dem M1 Pro und dem M1 Max schickt sich Apple an, die versammelte Konkurrenz zu düpieren.
    Eine Analyse von Marc Sauter

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 16% auf SSDs & RAM von Adata & bis zu 30% auf Alternate • 3 Spiele für 49€: PC, PS5 uvm. • Switch OLED 369,99€ • 6 Blu-rays für 40€ • MSI 27" Curved WQHD 165Hz HDR 479€ • Chromebooks zu Bestpreisen • Alternate (u. a. Team Group PCIe-4.0-SSD 1TB 152,90€) [Werbung]
    •  /