Abo
  • Services:

Interview: Usability für Open Source

Golem.de: Worin unterscheidet sich die Herangehensweise an Usability bei proprietärer Software gegenüber Open Source?

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Münster
  2. Ludwig Beck AG, München

Reitmayr: Auf der Plus-Seite steht - wie bereits gesagt - die Möglichkeit, Ergebnisse ohne Einschränkungen veröffentlichen zu können. Im Usability-Prozess selbst haben wir die Erfahrung gemacht, dass Entwickler in Open-Source-Projekten, sobald sie sich "für Usability" entschlossen haben, unheimlich motiviert und zeitnah an die Umsetzung unserer Vorschläge machen. Das ist als Usability-Experte natürlich ein tolles Gefühl, da man in Firmen oft sogar um kleine Änderungen kämpfen muss.

Als Nachteil ist die vor allem in kleineren Open-Source-Projekten zu findende diskontinuierliche Entwicklung zu sehen, die es manchmal schwer macht, einen echten Usability-Prozess einzuführen. Auch fehlen oft Vorstellungen von der anvisierten Nutzergruppe, geschweige denn Informationen über die tatsächlichen Nutzer. Dieses Wissen ist jedoch die Grundlage der Usability-Arbeit, da sie immer nur im Kontext der zukünftigen Nutzer, ihrer Aufgaben und ihres Arbeitskontextes zu sehen ist.

Golem.de: Wie funktioniert eine Zusammenarbeit im Bereich Usability, die ja nur selten in direktem Kontakt möglich ist.

Reitmayr: Wir verwenden die in Open-Source-Projekten üblichen Informationskanäle wie Mailinglisten, Foren oder IRC. Außerdem sind wir auf möglichst vielen Konferenzen präsent, um den persönlichen Kontakt herzustellen.

Golem.de: Für KDE 4 wurden Human Interface Guidelines entwickelt, die zu einer besseren Benutzerfreundlichkeit beitragen sollen. Was legen diese fest?

Reitmayr: Human Interface Guidelines sollen den Entwicklern helfen, eine Anwendung zu entwickeln, die konsistent mit dem "Look & Feel" der restlichen Anwendungen einer Desktop-Umgebung ist. Definiert werden einerseits spezifische Dinge wie Menü-Anordnungen und Toolbars, Layout innerhalb von Dialogen, Arten und Inhalte von Feedback oder Drag-and-Drop-Verhalten. Gleichzeitig werden aber auch generellere Guidelines wie "Design for your user" und "Know your user" erklärt und an Beispielen illustriert.

Human Interface Guidelines sind jedoch kein Allheilmittel - sie tragen zwar zur Konsistenz von "Look & Feel" bei, können jedoch kein maßgeschneidertes Interaktionsdesign bieten, das heißt eine Dialogabfolge, die die Denkweise des Nutzers widerspiegelt.

 Interview: Usability für Open SourceInterview: Usability für Open Source 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-20%) 47,99€
  2. (-15%) 23,79€
  3. 14,99€ + 1,99€ Versand oder Abholung im Markt

a 03. Nov 2005

Apropos Accessibility und KDE, was ist eigentlich aus dem "ViaVoice-Projekt" von IBM und...


Folgen Sie uns
       


Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich

Link 300 und Link 500 von JBL, Onkyos P3, Panasonics GA10 sowie Apples Homepod treten in unserem Klangvergleich gegeneinander an. Die beiden JBL-Lautsprecher lassen die Konkurrenz blass aussehen, selbst der gar nicht schlecht klingende Homepod hat dann das Nachsehen.

Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich Video aufrufen
Esa: Sonnensystemforschung ohne Plutonium
Esa
Sonnensystemforschung ohne Plutonium

Forscher der Esa arbeiten an Radioisotopenbatterien, die ohne das knappe und aufwendig herzustellende Plutonium-238 auskommen. Stattdessen soll Americium-241 aus abgebrannten Brennstäben von Kernkraftwerken zum Einsatz kommen. Ein erster Prototyp ist bereits fertig.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Jaxa Japanische Sonde Hayabusa 2 erreicht den Asteroiden Ryugu
  2. Mission Horizons @Astro_Alex fliegt wieder
  3. Raumfahrt China lädt die Welt zur neuen Raumstation ein

Nasa-Teleskop: Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig
Nasa-Teleskop
Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig

Seit 1996 entwickelt die Nasa einen Nachfolger für das Hubble-Weltraumteleskop. Die Kosten dafür stiegen seit dem von 500 Millionen auf über 10 Milliarden US-Dollar. Bei Tests fiel das Prestigeprojekt zuletzt durch lockere Schrauben auf. Wie konnte es dazu kommen?
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt US-Regierung gibt der Nasa nicht mehr Geld für Mondflug

Garmin Fenix 5 Plus im Test: Mit Musik ins unbekannte Land
Garmin Fenix 5 Plus im Test
Mit Musik ins unbekannte Land

Kopfhörer ins Ohr und ab zum Joggen, Rad fahren oder zum nächsten Supermarkt spazieren - ohne Smartphone: Mit der Sport-Smartwatch Fenix 5 Plus von Garmin geht das. Beim Test haben wir uns zwar im Wegfindungsmodus verlaufen, sind von den sonstigen Navigationsoptionen aber begeistert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Garmin im Hands on Alle Fenix 5 Plus bieten Musik und Offlinenavigation

    •  /