Linux Standard Base ist nun ein ISO-Standard
Die ISO und die IEC (International Electrotechnical Commission) haben die Linux Standard Base (LSB) als "Publicly Available Specification" (PAS) anerkannt. Damit trägt der internationale Standard nun die Nummer 23360(öffnet im neuen Fenster) . Besonders Regierungen und Organisationen wie die WTO orientieren sich an ISO-Standards.
"Dieser Erfolg zeigt wie ausgereift unser Standard ist" , so Jim Zemlin von der Free Standards Group. Dies demonstriere klar, dass die Zukunft der Linux-Standardisierung in der LSB und der Free Standards Group liege. Durch die LSB werde Linux weiter verbreitet und damit auch die Anzahl an verfügbaren Applikationen vergrößert, so Zemlin weiter.
Die LSB als ISO-Standard zeige, dass Linux zum Mainstream gehöre und verhindere darüber hinaus das Zersplittern des Linux-Marktes. So sei es durch die LSB einfacher und kostengünstiger, Programme für Linux anzupassen. Auch würde durch die Anerkennung seitens der ISO die Türe zu neuen Einsatzgebieten geöffnet, etwa im Tätigkeitsfeld von Regierungen.
Die Linux Standard Base wurde von der Free Standards Group entwickelt, um die interne Struktur von Linux-Systemen zu standardisieren. Dabei basiert die LSB auf dem ISO-Standard POSIX, erweitert diesen aber in einigen Punkten. Die LSB legt beispielsweise fest, welche Bibliotheken vorhanden sein müssen oder wie die Dateisystem-Hierarchie auszusehen hat. Im September 2005 wurde Version 3.0 vorgestellt.