• IT-Karriere:
  • Services:

Red Hat möchte Xen in den Linux-Kernel bringen

Red Hat arbeitet an der Integration von Xen in den offiziellen Kernel

Red Hat versucht, die Virtualisierungstechnik Xen so schnell wie möglich in den Linux-Kernel zu integrieren. Ein eigens zusammen gestelltes Entwicklungs-Team wird daran arbeiten, den Quellcode entsprechend vorzubereiten. Das Xen-Projekt begrüßt diesen Schritt.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Brian Stevens, CTO bei Red Hat, kündigte gegenüber dem IT-News-Magazin eWeek an, dass Red Hat sich nun Xen widme, da es niemand anderes mache. Red Hat wird genügend Mitarbeiter mit entsprechenden Fähigkeiten an die Xen-Integration setzen, um die Aufgabe erfolgreich abzuschließen. So wurden zusätzlich sechs neue Mitarbeiter eingestellt, die sich besonders mit Virtualisierung auskennen. Stevens betonte gegenüber eWeek jedoch auch, dass die Arbeit so gemeinschaftlich wie möglich ablaufen soll. Jeder aus der Community, der sich beteiligen möchte, soll die Chance dazu bekommen.

Stellenmarkt
  1. Fachhochschule Aachen, Jülich
  2. KfW Bankengruppe, Frankfurt am Main

Kernel-Betreuer Andrew Morton sagte gegenüber eWeek, dass er schon früher erwartet hatte, dass ihm jemand den Xen-Quellcode zur Integration übergibt. Tatsächlich hatte er bereits im Februar 2005 gesagt, dass der Code dafür allerdings noch aufpoliert werden müsse. Wie letztlich auf die Integration des Xen-Codes reagiert werde, könne er aber nicht absehen.

Ian Pratt, Xen-Projektleiter und Gründer von XenSource, erklärte allerdings, warum es bei der Aufnahme von Xen in den Kernel Verzögerungen gab: So sollte Xen 3.0 unbedingt rechtzeitig fertig werden, was sich jedoch durch das ständige Hinzukommen neuer Funktionen verzögerte. Letztlich wird die Version erst im Dezember 2005 erwartet, wohingegen der Sommer 2005 für die Veröffentlichung vorgesehen war. Daher hätte es auch keinen Sinn ergeben, den Code einzureichen, da ständig neue Patches hätten folgen müssen. Nun sei Xen aber bereit für eine Aufnahme in den Linux-Kernel, so Pratt weiter.

Pratt begrüßte Red Hats Schritt, wies aber auch darauf hin, dass Firmen wie Suse, IBM oder HP bereits an Xen arbeiten, dies jedoch eher im Stillen tun. Sun kündigte ebenfalls an, Red Hat zu unterstützten und Computer Associates gab bekannt, dass man alles unterstütze, was in Bezug auf Virtualisierung in den Kernel einfließe.

Stevens erklärte, Xen solle unter Linux allgegenwärtig werden. Nutzer sollten aber auf jeden Fall die Möglichkeit haben, selbst zu entscheiden, ob sie Xen nutzen wollen oder nicht. Bevor dies aber Realität wird, müsse noch einiges getan werden. So brauche man unter anderem eine neue Management-Infrastruktur für Xen. Wie schnell die Integration nun tatsächlich vonstatten gehen soll, wurde indes nicht bekannt gegeben.

Die Virtualisierungstechnik Xen bildet nicht die gesamte Hardware mit virtueller Grafikkarte, Festplatte und Netzwerkadaptern nach, wie etwa VMWare, sondern bietet für diese I/O-Funktionen ein richtiges API. Über diese Schnittstellen kann das Gastsystem dann wesentlich effizienter Daten austauschen. So soll es Xen ermöglichen, mehrere Gastbetriebssysteme mit bisher unerreichter Geschwindigkeit und Isolation auszuführen. In vielen aktuellen Linux-Distributionen ist Xen bereits enthalten.

Mehr Details zu Xen liefert der Golem.de-Artikel Xen - Paravirtualisierung für x86 als VMware-Konkurrent. In der Version 3.0 soll es in Kombination mit CPU-basierenden Virtualisierungstechniken auch möglich sein, unmodifizierte Betriebssysteme als Gäste unter Linux zu nutzen, einschließlich Windows.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (Spiele bis zu 90% reduziert)
  2. ab 30,00€
  3. (aktuell u. a. Xiaomi Mi Note 10 128GB Handy für 499,00€ und HP 25x LED-Monitor für 179,90€)
  4. (u. a. Battlefield V für 21,49€ und Star Wars Jedi: Fallen Order für 52,99€)

ubuntu. 13. Nov 2006

und da dürfte auch microsoft nichts dagegen haben, ich finde die sollten gerade versuchen...

sleipnir 31. Okt 2005

Man könnte Opensource als eine Art "neutrale Zone" sehen. Verschiedene Firmen die...

BSDDaemon 31. Okt 2005

REdHat hat XEN in Fedora auch schon länger integriert. Hier geht es um den offiziellel...


Folgen Sie uns
       


Google Pixel 4 und Pixel 4 XL ausprobiert

Google hat seine neuen Pixel-Smartphones vorgestellt: Im ersten Hands on machen das Pixel 4 und das Pixel 4 XL einen guten Eindruck.

Google Pixel 4 und Pixel 4 XL ausprobiert Video aufrufen
Tesla-Fabrik in Brandenburg: Remote, Germany
Tesla-Fabrik in Brandenburg
Remote, Germany

Elon Musk steht auf Berlin, doch industrielle Großprojekte sind nicht die Stärke der Region. Ausgerechnet in die Nähe der ewigen Flughafen-Baustelle BER will Tesla seine Gigafactory 4 platzieren. Was spricht für und gegen den Standort Berlin/Brandenburg?
Eine Analyse von Dirk Kunde

  1. Gigafactory Tesla soll 4 Milliarden Euro in Brandenburg investieren
  2. 7.000 Arbeitsplätze Tesla will Gigafactory bei Berlin bauen
  3. Irreführende Angaben Wettbewerbszentrale verklagt Tesla wegen Autopilot-Werbung

Definitive Editon angespielt: Das Age of Empires 2 für Könige
Definitive Editon angespielt
Das Age of Empires 2 für Könige

Die 27 Einzelspielerkampagnen sollen für rund 200 Stunden Beschäftigung sorgen, dazu kommen Verbesserungen bei der Grafik und Bedienung sowie eine von Grund auf neu programmierte Gegner- oder Begleit-KI: Die Definitive Edition von Age of Empires 2 ist erhältlich.

  1. Microsoft Age of Empires 4 baut auf Nahrung, Holz, Stein und Gold
  2. Microsoft Age of Empires 4 schickt Spieler ins Mittelalter

Mi Note 10 im Kamera-Test: Der Herausforderer
Mi Note 10 im Kamera-Test
Der Herausforderer

Im ersten Hands on hat Xiaomis Fünf-Kamera-Smartphone Mi Note 10 bereits einen guten ersten Eindruck gemacht, jetzt ist der Vergleich mit anderen Smartphones dran. Dabei zeigt sich, dass es einen neuen, ernstzunehmenden Konkurrenten unter den besten Smartphone-Kameras gibt.
Von Tobias Költzsch

  1. Mi Note 10 im Hands on Fünf Kameras, die sich lohnen
  2. Xiaomi Neues Redmi Note 8T mit Vierfachkamera kostet 200 Euro
  3. Mi Note 10 Xiaomis neues Smartphone mit 108 Megapixeln kostet 550 Euro

    •  /