Versicherung gegen die Risiken von Open Source

OSRM, Kiln und Miller Insurance arbeiten zusammen

Zusammen mit dem Lloyd's-Versicherer Kiln und Lloyds's-Broker Miller Insurance Services hat die Firma Open Source Risk Management (OSRM) eine erste Versicherung gegen die Risiken von Open Source aus der Taufe gehoben. Die "Open Source Compliance Insurance" soll Unternehmen die Möglichkeit bieten, die speziell durch den Einsatz von Open Source entstehenden Risiken abzusichern.

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Die "Open Source Compliance Insurance" wird dazu zunächst direkte Verluste bis zu 10 Millionen US-Dollar absichern, die entstehen, wenn einzelne Lizenzen nicht eingehalten werden. Die Versicherung soll so für Gewinnausfälle haften, die dann entstehen, wenn ein Produkte geändert oder vom Markt genommen werden muss, da es Code enthält, der so nicht hätte eingesetzt werden dürfen.

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Unter bestimmten Umständen soll die Versicherung auch die Kosten für die Reparatur oder den Ersatz von Code übernehmen, der gegen die General Public License (GPL) oder andere Open-Source-Lizenzen verstößt.

Weltweit seien in den letzten zwei Jahren mehr als 30 Klagen gegen Unternehmen wegen Verstößen gegen Open-Source-Lizenzen erhoben worden. Dabei hätten sich letztendlich immer die Kläger durchgesetzt, so die auf Rechtsfragen im Open-Source-Bereich spezialisierte Firma Open Source Risk Management.

Als typisches Risiko-Szenario wird die Entwicklung proprietärer Software dargestellt, bei der Open-Source-Komponenten zum Einsatz kommen. Wird solche Software später in einem Extranet bereit gestellt oder an Partner verschickt, handle es sich um eine Verteilung im Sinne der GPL, wodurch ein Unternehmen gezwungen sei, die gesamte Software frei anzubieten, heißt es von Seite der drei beteiligten Unternehmen. Mit der "Open Source Compliance Insurance" sollen sich solche Risiken absichern lassen.

Die von Kiln ausgegebene Versicherung soll über Miller Insurance Services am Londoner Markt platziert werden.

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