GPL 3: Roadmap im November

Genauer Veröffentlichungstermin soll bekannt gegeben werden

Die Free Software Foundation plant in den nächsten Wochen die Roadmap für die GNU General Public License (GPL) Version 3 zu veröffentlichen. Darin soll ein Termin für die Veröffentlichung des Entwurfs und der fertigen Version verkündet werden.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Die Roadmap kündigte Eben Moglen, der zusammen mit Richard Stallman am ersten Entwurf arbeitet, gegenüber dem IT-News-Magazin eWeek.com an. Im November 2005 sollen demnach die Regeln für die öffentliche Diskussion der Lizenz veröffentlicht werden.

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Neben Moglen und Stallman arbeiten laut eWeek.com noch weitere Leute an der GPL 3, die Namen sollen jedoch auch erst im November 2005 bekannt gegeben werden. Ebenso wird ein detaillierter Release-Plan erwartet, der informiert, für wann die Veröffentlichung eines ersten Entwurfs geplant ist. Generell wird dieser Anfang 2006 erwartet, die Free Software Foundation (FSF) möchte allerdings erst später ein genaues Datum ankündigen.

Die Entwicklung der neuen Lizenz-Version soll offen und fair verlaufen, so Moglen. Doch bevor man mit der Diskussion beginne, müssten die Regeln klar sein. Mit der fertigen GPL 3 wird 2007 gerechnet, Moglen hat aber angekündigt, dass auch hierfür ein fester Termin genannt werden soll.

Schon im Juni 2005 wurden Details zur GPL 3 bekannt: Diese müsse laut Moglen und Stallman vor allem weltweit einsetzbar sein und einen Verhaltenskodex für die Verbreitung freier Software darstellen. Bei der Neuformulierung sollen auch Probleme wie die Sprache der Lizenz angegangen werden. Außerdem soll sie spezielle Software-Formen, wie Webservices behandeln. Der Entwurf soll in einem öffentlichen Prozess diskutiert werden, bevor die Lizenz Anfang 2007 erscheinen soll.

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Auch des Themas Patente soll sich die GPL v3 annehmen und einfache Nutzungsmöglichkeiten für Patente einräumen. Wer eine Software unter einer freien Lizenz anbietet, räume jedem implizit das Recht ein, diese Software auch unter den Bedingungen der Lizenz zu nutzen, so Stallman. Dies werde möglicherweise in der GPL v3 aber nun explizit geregelt. Wer Code unter der GPL zur Verfügung stellt, soll niemanden wegen Patentverletzungen verklagen können, nur weil der GPL-Code unter Einhaltung der Lizenz eingesetzt wird. Stallman sieht darin aber keinen großen Unterschied zur GPL v2; was darin implizit geregelt wird, werde die GPL v3 explizit fassen.

Die GPL wurde 1991 zum letzten Mal geändert, damals noch fast im Alleingang durch Richard Stallman. Seitdem wird die GPL in der Version 2 aber von einer großen Zahl von Projekten, Unternehmen und Personen genutzt, darunter populäre Software wie Linux, MySQL und Teile von Firefox.

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