Abo
  • Services:

Experten: Handy-TV braucht neue Inhalte

Rückkanal sollte für interaktive Anwendungen genutzt werden

Auf den Medientagen München 2005, die vom 26. bis 28. Oktober 2005 liefen, diskutierten Marktteilnehmer und Experten unter über über die Chancen von Mobilen Inhalten wie dem Handy-Fernsehen, beispielsweise über DVB-H. Die dafür erforderlichen Inhalte müssen nicht nur technisch auf das Format angepasst werden sondern vor allem auch neue Inhalte entwickelt werden, die der kurzen Nutzungsdauer auf Mobilgeräten entsprechen.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Umsätze mit mobilen Inhalten sind derzeit noch bescheiden, doch rechnet man dennoch damit, das es sich dabei um einen zukünftigen Wachstumsmarkt handelt, darin waren sich die Panelteilnehmer bei den Medientagen München einig. Die Erfolgskriterien für diesen Markt seien gute Inhalte und flexiblere Modelle in der Wertschöpfungskette, so die Teilnehmer.

Stellenmarkt
  1. Viertel Motoren GmbH, Nürnberg
  2. SICK AG, Waldkirch bei Freiburg im Breisgau

"Die Bäume wachsen nicht in den Himmel, aber Mobile Media wird ein Wachstumsmarkt bleiben", prognostizierte Thomas Künstner, Partner bei Booz Allen Hamilton, in seiner Einführung. Ein Erfolg wie in Südkorea, wo es bereits ein Angebot von elf Video- und 26 Audiokanälen für Mobile TV gebe, ließe sich hier nicht erzielen. In Südkorea gibt es derzeit etwa 200.000 Kunden, die zehn Euro pro Monat zahlen. Für Deutschland rechne er zunächst mit einem Umsatzpotenzial von 200 bis 300 Millionen Euro 2007.

Um die Potenziale voll auszuschöpfen, "brauchen wir gute, zielgruppenspezifische Programm-Marken", betonte Dr. Susanne Stürmer, Director Corporate Affairs Ufa Film & TV Produktion. Neben bekannten Programmen wie "Gute Zeiten schlechte Zeiten", die bereits vom Handy abrufbar ist, arbeite die Ufa zur Zeit an originären Inhalten nur für das Handy. Denkbar wären zum Beispiel zwei bis dreiminütige Soaps, die eine eigene kleine Geschichte erzählten.

Wolfgang Kasper, Direktor Mobile Business RTL interactive, zeigte sich dagegen skeptisch, ob die Mobilfunkbetreiber überhaupt bereit seien, noch unbekannte Programme auf das Handy zu bringen. "Im Unterschied zu bekannten Programmen wie "GZSZ" oder "RTL aktuell", die wir bereits für Mobilfunkbetreiber zusammenstellen, muss hier erst Bekanntheit entstehen. Wie will man die erzeugen, wenn nicht durch das Fernsehen?", gab er zu bedenken.

Auch Henrik Rinnert, Geschäftsführer der im September 2005 gegründeten MFD ­ Mobiles Fernsehen Deutschland, war der Ansicht: "Es gibt bereits guten Content, der auch für mobiles Fernsehen geeignet ist. Aber natürlich sind gewisse Formen der Adaption oder Bearbeitung nötig." Dies bestätigte Kasper aus Erfahrung. So würde z.B. "RTL aktuell" für das Handy extra gedreht, weil die Kameraschwenks langsamer sein und auch Peter Kloeppel anders sprechen müsse.

Doch die Verfügbarkeit von Programm allein reiche nicht aus, so der Tenor des Podiums. Die Möglichkeiten der Interaktion, die die DVB-H und DMB (Digital Multimedia Broadcasting) bieten, müssten voll ausgeschöpft werden. "Durch den direkten Rückkanal tun sich ungeahnte Möglichkeiten der Zuschauerbindung auf", erklärte Frederic Westerberg, Managing Partner Brand New World. "Plötzlich weiß man genau, wie das Seherverhalten aussieht und kann in Zukunft Angebote wie auch Werbung direkt auf das Kundensegment zuschneiden."



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 45,99€ (Release 12.10.)
  2. 4,99€
  3. 39,99€ (Release 14.11.)
  4. 7,48€

wurg 04. Nov 2005

echt das gequatsche ist zum kotzn die tänzeln herum weil sie am liebsten von jedem dvb-h...

jojojij 31. Okt 2005

ich gucke jeden morgen und nach der arbeit tv serien auf meinem handy.. :-) auch ohne...

jojojij 31. Okt 2005

auf einem nokia 6230 würde ich mir nie mals sowas ansehen... ich persönlich habe einen...

doob_ 31. Okt 2005

Diese ganze Diskutiererei der Experten zeigt das typische Problem, gleich alles neu...

sdfghj 31. Okt 2005

Bitte kein DVB-H


Folgen Sie uns
       


Vayyar Smart Home - Hands on

Vayyar hat auf der Ifa 2018 Vayyar Home vorgestellt. Die Box kann in einem Raum eine gestürzte Person erkennen und Hilfe rufen.

Vayyar Smart Home - Hands on Video aufrufen
Lenovo Thinkpad T480s im Test: Das trotzdem beste Business-Notebook
Lenovo Thinkpad T480s im Test
Das trotzdem beste Business-Notebook

Mit dem Thinkpad T480s verkauft Lenovo ein exzellentes 14-Zoll-Business-Notebook. Anschlüsse und Eingabegeräte überzeugen uns - leider ist aber die CPU konservativ eingestellt und ein gutes Display kostet extra.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Thinkpad E480/E485 im Test AMD gegen Intel in Lenovos 14-Zoll-Notebook
  2. Lenovo Das Thinkpad P1 ist das X1 Carbon als Workstation
  3. Thinkpad Ultra Docking Station im Test Das USB-Typ-C-Dock mit robuster Mechanik

SpaceX: Milliardär will Künstler mit zum Mond nehmen
SpaceX
Milliardär will Künstler mit zum Mond nehmen

Ein japanischer Milliardär ist der mysteriöse erste Kunde von SpaceX, der um den Mond fliegen will. Er will eine Gruppe von Künstlern zu dem Flug einladen. Die Pläne für das Raumschiff stehen kurz vor der Fertigstellung.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Mondwettbewerb Niemand gewinnt den Google Lunar X-Prize

Leistungsschutzrecht: So viel Geld würden die Verlage von Google bekommen
Leistungsschutzrecht
So viel Geld würden die Verlage von Google bekommen

Das europäische Leistungsschutzrecht soll die Zukunft der Presse sichern. Doch in Deutschland würde derzeit ein einziger Verlag fast zwei Drittel der Einnahmen erhalten.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Netzpolitik Willkommen im europäischen Filternet
  2. Urheberrecht Europaparlament für Leistungsschutzrecht und Uploadfilter
  3. Leistungsschutzrecht/Uploadfilter Wikipedia protestiert gegen Urheberrechtsreform

    •  /