Online-Werbemarkt zieht wieder an
395 Millionen Euro im Internet in 2008 prognostiziert
Nach einer Untersuchung von Booz Allen Hamilton zieht der Werbemarkt wieder an. Diese positive Entwicklung beruht zum einen auf einer steigenden Mediennutzung, zum anderen auf neuem kundenorientierten Marketing.
Bei der Untersuchung wurde noch einmal bekräftigt, dass sich die Zuschauer zunehmend traditionellen Werbeformen wie TV- und Hörfunkspots, Printanzeigen und Bannern verweigern. Das zeigt sich auch darin, dass 70 Prozent der Mediennutzer Produkte schätzen, die Werbung blockieren und zappen bei Werbeblöcken konsequent zum nächsten TV-Sender, ignorieren Bannerwerbung und verwenden Pop-up-Blocker.
Als attraktiv hingegen begrüßen der Untersuchung nach Zuschauer gezieltes "opting-in", personalisierte Werbung und Angebote, die auf der Auswertung von Kundendaten beruhen. 55 Prozent der Konsumenten sind sogar bereit, dafür Geld auszugeben. Auch Werbung mit hohem Unterhaltungswert stößt auf große Akzeptanz.
"Durch die Fußball-WM ist zwar in 2006 nochmals mit einer Sonderkonjunktur im klassischen Bereich zu rechnen, insgesamt kommt es jedoch zu einer Verschiebung von den alten zu den neuen Medien und von klassischer zu nicht- klassischer Kommunikation", so Adam Bird, Geschäftsführer von Booz Allen Hamilton.
Bei letzterer konnte in den vergangenen Jahren trotz eines insgesamt stagnierenden und leicht rückläufigen Marktumfeldes ein Zuwachs von 6,7 Prozent erzielt werden. Dieser Trend hält auch weiterhin an und soll für den Gesamtwerbemarkt zu einem Wachstum von rund 2,3 Prozent pro Jahr bis 2008 führen, so die vorhersage.
Die Erlöse in Internetwerbung (bereinigt um Gegengeschäfte) werden laut Booz Allen Hamilton um 11 bis 12 Prozent jährlich auf ein Netto-Volumen von mindestens 395 Millionen Euro in 2008 ansteigen. Auch Mobile Marketing verzeichnet starke Zuwachsraten: von 50 Millionen Euro 2004 auf rund 250 Millionen Euro 2008. E-Mail-Direktmarketing steigt in der gleichen Zeit von rund 250 auf 450 Millionen Euro an.
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