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COLIBRI: Neue Software für Arbeits-Agenturen

Software dient der Umsetzung des Sozialgesetzbuchs III. Einen schnelleren und besseren Service für die eigenen Kunden sowie mehr Effizienz und Transparenz für die Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit (BA) verspricht die neue Software "COLIBRI" (Computergestützten Leistungsberechnungs- und Informationssystem). Rund 30.000 Arbeitsplätze sollen mit der neuen Software ausgestattet werden.
/ Jens Ihlenfeld
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Die Umstellung in den bundesweit 178 lokalen Agenturen für Arbeit beginnt in diesen Tagen. Um den laufenden Betrieb in den Agenturen sicher zu stellen, sollen die bisher verwendeten Verfahren zunächst parallel in Betrieb bleiben. Erst nach erfolgreichem Abschluss der COLIBRI-Einführung, der für den Frühsommer 2006 geplant ist, sollen die alten System abgeschaltet werden.

Um die Praxistauglichkeit von COLIBRI zu überprüfen, wurde das System im Sommer 2004 bei der Agentur für Arbeit in Gotha einem umfangreichen Test unter den harten Bedingungen des echten Tagesgeschäftes unterzogen.

COLIBRI dient der Umsetzung des Sozialgesetzbuchs III (SGB III), in dem unter anderem das Arbeitslosengeld I geregelt ist. Für Leistungen nach dem SGB II (z.B. Arbeitslosengeld II) kommt die Software nicht zum Einsatz. Hier setzt die Bundesagentur für Arbeit auf das immer wieder in die Schlagzeilen geratene System A2LL.

Mit COLIBRI sollen vor allem manuelle Tätigkeiten reduziert werden, die bislang viel Zeit kosten. So soll eine sofortige Berechnung aller Leistungen nach dem SGB III möglich sein, Bescheide sofort ausgehändigt werden und Anlaufzahlungen von Leistungen sofort veranlasst werden können. Auch haben die Mitarbeiter der Agenturen mit dem neuen System bundesweiten Zugriff auf alle relevanten Informationen und müssen nicht länger in Belegen suchen, verspricht die Bundesagentur für Arbeit.

COLIBRI soll die gesamte Historie eines Kunden anzeigen und auch Änderungen ermöglichen. So kann z.B. ein Wohnungswechsel künftig in jeder Agentur sofort eingepflegt werden und steht dann bundesweit im System zur Verfügung.

So soll letztendlich mehr Zeit für die Beratung der Kunden übrig bleiben, die Bundesagentur für Arbeit erwartet sich durch COLIBRI ab 2007 aber auch insgesamt eine Kostenersparnis von mehr als 80 Millionen Euro pro Jahr.


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