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Neues ISDN-System für Linux

vISDN soll ISDN4Linux ersetzen. "Versatile ISDN for Linux" ist eine modulare ISDN-Architektur für Linux, mit der es unter anderem möglich ist, den D-Kanal parallel mit mehreren Anwendungen zu benutzen. Der Autor Daniele Orlandi plant, das bisherige ISDN4Linux und andere ISDN-Stacks in zukünftigen Kernel-Versionen durch seine Entwicklung zu ersetzen.
/ Julius Stiebert
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Mit der Entwicklung hat Orlandi begonnen, da die derzeitigen ISDN-Architekturen ihn nicht zufrieden stellten. Vor allem die Euro-ISDN-Unterstützung (DSS1) in "zaptel" des Asterisk-Projektes sei nicht vollständig und fehlerhaft implementiert, so dass eine Zertifizierung ausgeschlossen sei. Hinzu kamen noch weitere Probleme mit seiner unter Linux eingerichteten Telefonanlage, so dass er begann seine eigene Lösung zu entwickeln.

Versatile ISDN for Linux, kurz vISDN, ist modular aufgebaut und vollständig unter der GPL lizenziert. Außerdem soll sich die Lösung einfach erweitern lassen und bietet schon jetzt viele Funktionen. So können beispielsweise mehrere Applikationen den D-Kanal gleichzeitig nutzen und der Traffic lässt sich mit einer angepassten Ethereal-Version analysieren. Generell soll die Euro-ISDN-Implementierung wesentlich besser sein, als die bestehende, was laut Orlandi die Fehlersuche vereinfacht. Des Weiteren wird vISDN von der Firma VoiSmart unterstützt, die dem Autoren helfen will, das neue System zertifizieren zu lassen.

Allerdings unterstützt vISDN bisher lediglich EuroISDN und funktioniert nur mit dem Kernel 2.6. Letzteres soll sich auch nicht ändern, Entwickler aus Ländern mit anderen ISDN-Standards – beispielsweise Nordamerika mit NI-2 – hingegen sind willkommen.

Alle Funktionen beschreibt der Entwickler in einer ausführlichen Liste(öffnet im neuen Fenster) und bietet das System zum Download(öffnet im neuen Fenster) an.


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