2006 - das Jahr der holografischen Speicher?

Japanischer Hersteller Optware expandiert in die USA

Der japanische Hersteller Optware bereitet sich auf den für 2006 geplanten Marktstart seiner Holographic Versatile Disc (HVD) vor und hat dazu nun auch eine US-Niederlassung eröffnet. Bis zu 200 GByte sollen die bisher nur einmal beschreibbaren Datenscheiben schon 2006 fassen können, werden allerdings erst in Archivierungs-Systemen ihren Einsatz finden.

Artikel veröffentlicht am ,

Konsumenten müssen sich noch bis zum Jahr 2008 oder länger gedulden, um sich einen HVD-Brenner kaufen zu können. Anfang 2005 war Optware noch etwas optimistischer und ging hier ebenfalls von 2006 aus. Die für den Sommer 2006 erwarteten HVD-Laufwerke sollen vom Optware-Partner Pulstec Industrial gebaut werden und bis zu 200 GByte Daten auf den einseitigen HVD-Medien speichern.

Für die Zukunft sind auch HVD-Medien mit 1 TByte und höherer Kapazität geplant. Für wiederbeschreibbare Medien müssen allerdings noch entsprechende Materialien entwickelt werden. Beschrieben werden die Scheiben mittels Optwares Holographiespeicher-Verfahren "Collinear", wobei ein grüner Feststoff-Laser mit einer Wellenlänge von 532 nm zum Einsatz kommt. Vor allem Bereiche, in denen bisher auf Bänder archiviert wurde, wollen Optware und Partner mit der HVD für sich erobern.

Optware und seine Partner CMC Magnetics, Fuji Photo Film, Nippon Paint, Pulstec Industrial und Toagosei haben sich bereits zur "HVD Alliance" zusammen geschlossen. Das von ehemaligen SanDisk-, Iomega- und Sony-Mitarbeitern gegründete japanische Unternehmen Optware und seine Partnerfirmen haben bereits die einmal beschreibbare HVD mit 200 GByte, die nur lesbare Holographic Versatile Disc (HVD-ROM) mit 100 GByte und die Holographic Versatile Card (HVC) mit 30 GByte Speicherplatz vorgestellt.

Optware hat seine erste US-Niederlassung in der Nachbarschaft seines US-Konkurrenten Inphase platziert, der bereits zuvor in Longmont, im US-Bundesstaat Colorado angesiedelt war. Inphase arbeitet an eigenen Holo-Datenscheiben, deren "Tapestry"-Laufwerke ebenfalls 2006 auf den Markt kommen sollen und mit grünen, teils aber auch mit blauen Lasern arbeiten und gar bis zu 300 GByte Daten speichern. In dieser Form sollen die Laufwerke ab 2006 auch verkauft werden, bis 2009 soll die Kapazität bis auf 1,6 TByte pro Disc gesteigert werden.

Wie Optware bietet auch Inphase neben den DVD-ähnlichen Scheiben Holo-Datenträger im Kreditkarten-Format. Zu den Partnern und Investoren von Inphase zählen die Medienhersteller Imation und Hitachi/Maxell sowie der Mechanikspezialist Alps.

Holo-Speicher werden seit Jahren angekündigt, bisher aber immer wieder verschoben. Man darf also gespannt sein, ob und wie Optware und Inphase im Jahr 2006 die Einführung ihrer zueinander inkompatiblen Holo-Speichertechniken gelingt. Zumindest eines haben sie schon geschafft: die HD-DVD und Blu Ray sehen daneben eher uninteressant aus.

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Nameless 30. Okt 2005

Hoffentlich gar nicht! Ich will wieder einen Standard wie bei der CD-R(W)!

Plonk der Honk 26. Okt 2005

Recht hat er aber. ;)

. 26. Okt 2005

Wenn diese Datenträger in Archivierungssystemen eingesetzt werden sollen, muß man von...

Stigmayta 26. Okt 2005

Da hast du wohl recht, leider... man kann ja nichts erfinden, und dann auf den...



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