PV-4D: Daten-Visualisierung im Cell-Cluster

Fraunhofer-Software verzichtet auf Grafik-Beschleunigung

Die am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) entwickelte Software "PV-4D" erlaubt die Visualisierung und Analyse extrem großer Datenmengen, beispielsweise aus wissenschaftlichen Berechnungen, bildgebenden Verfahren der Medizintechnik oder der Erdölexploration. Das Ganze läuft auf einem Cluster von Cell-Prozessoren.

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Die Visualisierungsumgebung wurde von Dr. Carsten Lojewski und seinem Team am "Competence Center für High Performance Computing" (HPC) des ITWM entwickelt und mit dem Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2005 ausgezeichnet. Kernstück der Entwicklung sind hoch optimierte Software-Algorithmen, die sich auf die zur Ausführung kommende Hardware abbilden lassen.

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PV-4D ist eine reine Softwarelösung und verzichtet bewusst auf die Unterstützung durch Grafikkarten. Zeitkritische Funktionen nutzen die Vektoreinheiten und Multi-Pipes moderner Prozessoren für die Parallelisierung. Besonders effektiv arbeitet die Software dann, wenn sie parallel auf mehreren Rechnern läuft, also im Cluster-Verbund gearbeitet wird.

Die Software ist bereits bei Pilot-Kunden wie DaimlerChrysler oder Shell im Einsatz. Neu hinzugekommen ist jetzt der PV-4D Ray-Tracing-Kernel, der das Volume-Rendering von seismischen Daten in Echtzeit ermöglicht, was Geophysikern eine neue Welt der Interaktion erschließen und die Analyse von Daten für die Exploration neuer Ölquellen ermöglichen soll.

Dazu wurde die Software zusammen in Kooperation mit dem IBM Entwicklungszentrum in Böblingen an die Cell-Architektur angepasst, so dass letztendlich mehrere Cell-Blades zusammenarbeiten, um ein Stereobild zu erzeugen.

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