Open-Source-Community heißt Microsoft willkommen
Gemeint sind die "Microsoft Permissive License" (Ms-PL) und "Microsoft Community License" (Ms-CL), wobei Greve den viralen Charakter der Ms-CL betont, eine Idee, die der GNU General Public License (GPL) entlehnt ist. Dies sei in Anbetracht von Microsofts Rhetorik der Vergangenheit ein kleiner Fortschritt, so Greve.
Noch steht aber ein wesentlicher Schritt aus, denn es sind nicht die Lizenzen selbst, sondern die darunter veröffentlichte Software, die für Freiheit im Sinne der Free Software Foundation sorgt. Noch ist unklar, welche Software Microsoft plant, unter diesen Lizenzen zu veröffentlichen.
Greve übte aber auch Kritik an den neuen Lizenzen, denn es sei wenig förderlich, wenn jedes Unternehmen seine eigenen Lizenzen aufsetze. Es wäre besser gewesen, so der FSFE-Präsident, Microsoft hätte auf die GNU General Public License (GPL) oder die Lesser General Public License (LGPL) zurückgegriffen. Etwa jede zweite freie Software stehe unter einer dieser beiden Lizenzen.
Verleger Tim O'Reilly, einer der Gründer der "Open Source Initiative" (OSI), sieht in einigen der Lizenzen die Bedingungen der OSI erfüllt und fordert Microsoft auf, die Lizenzen der OSI zur Zertifizierung vorzulegen und zum vollwertigen Mitglied der Open-Source-Gemeinschaft aufzusteigen, berichtet eWeek(öffnet im neuen Fenster) .
Doch so weit will Microsoft laut Jason Matusow nicht gehen. Matusow ist für Microsofts Shared-Source-Programm verantwortlich. Er schloss aber nicht aus, dass Microsoft auch diesen Schritt einst vollziehen werde. Man führe Gespräche mit der OSI und erwäge, in Zukunft mit der Organisation zusammenzuarbeiten.



