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Electronic Sports League mit eigenem Anti-Cheating-Tool

Kontrollsoftware "Aequitas" kann kostenlos genutzt werden

Wo immer sich Menschen miteinander messen, wird es auch immer wieder solche geben, die versuchen, sich Vorteile zu ergaunern - im Sport wird gedopt, beim E-Sport Cheat-Programme eingesetzt. Um dem entgegenzuwirken, veröffentlichte die Electronic Sports League (ESL) nun ein kostenloses Tool, um Betrügereien in Computerspiel-Turnieren leichter aufspüren zu können.

Artikel veröffentlicht am ,

Das "Aequitas" getaufte Anti-Cheating-Tool wurde nach sechsmonatiger Entwicklungszeit nun von der ESL freigegeben. Die Spieler können durch das Programm aus der Ferne verfolgen, was sich auf dem Rechner des Mitspielers tut. Das Tool beschränkt sich derzeit auf Steam-basierte Spiele wie Counter-Strike und wird nach einer Testphase verpflichtend für die entsprechenden Ligen eingeführt - wer noch unter Windows 9x/ME spielt, bleibt dann ausgesperrt, denn Aequitas läuft lediglich unter Windows 2000/XP.

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"Mit Aequitas schließt die Electronic Sports League die Lücke bei aktuellen Cheat-Problemen des gebeutelten Counter-Strike. Damit sind wir in der Lage, aktiv und schnell neue, unsportliche Tricks und Betrugsversuche in der Liga zu erkennen und auf sie zu reagieren. Cheater sind neben Fakern das grundlegende Problem einer Online-Liga", so Jan-Philip Reining, Leiter der Electronic Sports League. Das Ziel habe man erreicht, wenn wieder jeder Spieler, der ein Match verliert, mit erhobenem Haupt die Leistung des Gewinners würdigen könne. Unabhängig von Preisgeldern, Betrug oder professionellem Spielen gehe es darum, Fairness, Sportsgeist und Spaß am Spiel in den Mittelpunkt zu rücken.

Aequitas erstellt laut ESL-Beschreibung in unregelmäßigen Abständen Screenshots vom aktuellen Spielgeschehen und packt diese in ein Zip-Archiv, welches nach dem jeweiligen Match hochgeladen werden muss. Darüber hinaus enthalte dieses Archiv neben den Screenshots auch sämtliche relevanten Konfigurationsdateien des jeweiligen Spieles, die jeder kontrollieren kann.

Auch Prozessinformationen und Systemkonfigurationen werden ausgelesen und vor dem Wettkampf verschlüsselt an die ESL versandt - allzu transparent soll der eigene Rechner schließlich auch nicht für die Mitspieler werden. Die Informationen dienen laut ESL vor allem dazu, per Skript automatisch nach besonderen Auffälligkeiten zu suchen und sollen nur in Ausnahmefällen von Administratoren mit besonderen Zugriffsrechten einsehbar sein.

"ESL Aequitas ist kein Anti Cheat Tool, das direkt und aktiv Cheats unterbindet, es ist ein reines Beobachtungs-Tool. Es ist kein Ersatz für bestehende Tools wie Cheating-Death, VAC oder Punkbuster, es ist eine Ergänzung", heißt es in der ESL-Ankündigung. Näheres über das nun zum Download bereitstehende Programm findet sich in der offiziellen FAQ.



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zatarc 20. Okt 2005

Tut mir leid, aber in der EPS geht es nunmal um Geld (120.000€) und sobald Geld im Spiel...

operauser 19. Okt 2005

Der Ban kommt erst nach ca. 3-4 Wochen um die Cheat-Prof-Tests zu erschweren.


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