Studie: Bescheidene Zuwächse bei IT-Gehältern

In München wird unter Durchschnitt verdient

Die IT-Gehälter haben in diesem Jahr kaum zugelegt, so das Ergebnis der nun zum siebten Mal durchgeführten Gehaltsstudie der Computerwoche. Allerdings gab es in verschiedenen Berufsgruppen wie auch im regionenbezogenen Gehältervergleich zum Teil deutliche Verschiebungen.

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Wenig geändert hat sich die Gehaltsstruktur der IT-Berufsgruppen, so die Befragung unter 937 Einzelpersonen. Wie in den vergangenen Jahren verdienen IT-Berater und SAP-Experten mit durchschnittlich 72.000 Euro am meisten, auch wenn sie 2005 einen Rückgang von 5 Prozent auf der Gehaltsabrechnung verbuchen mussten. Danach folgen Systemspezialisten, die im Schnitt 70.000 Euro im Jahr einfahren, und DV-Organisatoren mit rund 64.000 Euro.

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Weit weniger erfreulich sieht es - wie im letzten Jahr - bei den Multimedia- und Internetprofis sowie den Netzwerkadministratoren aus: Erstere bringen nur rund 52.000 Euro, Letztere ca. 43.000 Euro mit nach Hause. Ebenfalls unverändert zum Vorjahr wirken sich Auslandserfahrung deutlich im Portemonnaie aus. Ein Datenverarbeiter, der einige Jahre außerhalb Deutschlands tätig war, kann laut der Computerwoche-Studie rund 25.000 Euro mehr verdienen als sein Kollege, der nur hier zu Lande gearbeitet hat.

Eine Überraschung der Studie ist allerdings, dass IT-Profis mit MBA erstmals weniger in der Tasche haben als promovierte Computerexperten. So verdient der Doktor der IT 2005 fast 78.500 Euro im Jahr. Der Informatiker mit MBA muss sich mit rund 500 Euro weniger begnügen - was einen Rückgang des Salärs im zweistelligen Prozentbereich bedeutet.

Auch der Unterschied in der Bezahlung zwischen Informatikern und Wirtschaftsinformatikern hat sich im Gegensatz zum letzten Jahr wieder vergrößert. Während die Informatiker die Marke von 70.000 Euro überschreiten, haben die Kollegen mit den zusätzlichen Wirtschaftskenntnissen über 10.000 Euro weniger auf dem Gehaltszettel.

Kaum Zuwächse gab es bei den Softwarehäusern, während die Anwenderunternehmen langsam aufholen. Insbesondere schneiden die Gehälter der IT-Profis in Industrie und die im Energiesektor mit rund 80.000 Euro sehr gut ab. Währenddessen verbuchen ihre Kollegen aus dem IT-Dienstleistungsgeschäft fast 10.000 Euro weniger auf dem Konto.

Auch müssen Mitarbeiter in den Spitzengegenden wie München kräftige Einbußen hinnehmen und rutschen unter ein Durchschnittsgehalt von 65.000 Euro. Dagegen macht Hamburg einen Sprung nach vorn, die IT-Fachleute haben dort am Ende des Jahres immerhin rund 70.000 Euro in der Tasche. Spitzenreiter bleibt nach wie vor Frankfurt am Main, wo etwa 79.000 Euro im Jahr verdient werden.

Durchgeführt wurde die Studie zusammen mit Christian Scholz, Professor für Organisation, Personal- und Informations-Management an der Universität Saarbrücken.

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