Spieletest: Nintendogs - Der virtuelle Haustier-Spaß
Überraschungshit aus Japan nun auch in Deutschland erhältlich. In Japan jubiliert Nintendo bereits seit Monaten wegen der beeindruckenden Verkaufszahlen des Nintendogs-Spiel, seit dem 7. Oktober ist der ungewöhnliche Titel für das Nintendo DS nun auch in Deutschland erhältlich – und scheint sich nun auch bei uns zu einem Verkaufshit zu entwickeln. Kein Wunder: Wer einmal probiert hat, seinen ersten eigenen Welpen großzuziehen, kommt von diesem Programm so schnell nicht mehr los.
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Nintendogs ist im Grunde ein Haustier für die Hosentasche – alles, was man mit seinem Hund auch im normalen Leben machen würde (und noch so einiges mehr...), wird durch diese Software abgebildet. Zunächst wählt man seinen zukünftigen jungen Begleiter aus, wobei diverse Rassen, aber auch unterschiedliche Charaktertypen zur Auswahl stehen; der ängstliche und anhängliche Welpe ist ebenso dabei wie der laute und nur schwer zu bändigende Racker. Hat man sich einen Namen überlegt, darf das Hündchen die ersten Befehle lernen: Dank Einsatz des internen Mikrofons ist es möglich, das Tier so lange beim Namen zu nennen, bis es auch wirklich darauf reagiert. Auch das Beibringen einfacher Befehle wie "Sitz!" funktioniert so und sorgt dafür, dass man fortan beständig mit seiner Handheld-Konsole redet, was den Titel nicht unbedingt zum perfekten Begleiter für U-Bahn-Fahrten macht.
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Im weiteren Spielverlauf muss dann einiges getan werden, um das oder die Hündchen (später darf die eigenen Tierfamilie um weitere Exemplare vergrößert werden) bei Laune zu halten. Füttern gehört dabei ebenso dazu wie diverse Spiele: Der eingebaute Shop hält Bälle, Frisbees und so einiges mehr bereit, was sich per Stylus-Steuerung in Richtung der Hündchen schleudern lässt und von ihnen brav zurückgebracht wird. Wer mehr Wert auf optische Gimmicks legt, gibt sein eingeschränktes Budget aber vielleicht eher für Accessoires wie Halsbänder oder Sonnenbrillen aus.
Natürlich müssen die Tiere auch ausgeführt werden: Gassi gehen im Stadtpark ist somit eine der Pflichtaufgaben. Wer sein Budget aufbessern will, nimmt an Geschicklichkeitswettbewerben teil – hier müssen die Hunde dann ihre Fähigkeiten bei Slalomläufen und Ähnlichem beweisen. Wirklich witzig ist auch der Mehrspieler-Modus via WLAN: Sobald das DS einen anderen Nintendogs-Spieler ortet, können die Hunde beider Herrchen miteinander spielen. Auch das Freischalten neuer Rassen ist so schneller möglich.
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Einen großen Reiz von Nintendogs macht zweifellos die gelungene Präsentation aus – vor allem die Animationen der Hunde sind wirklich herzallerliebst und dürften vor allem bei jüngeren bzw. weiblichen Spielern für viel Begeisterung sorgen; wer das erste Mal seinen Welpen per Stylus streichelt und dessen glücklichen Gesichtsausdruck dabei beobachtet, kann kaum anders, als ihn in sein Herz zu schließen. Die Soundkulisse (diverse Natur- und Bell-Geräusche) tut ihr Übriges dazu, den virtuellen Haustierspaß auch atmosphärisch gelungen zu untermalen.
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Nintendogs ist in drei verschiedenen Versionen im Handel erhältlich, die allerdings größtenteils inhaltlich identisch sind – "Labrador & Friends", "Chihuahua & Friends" sowie "Dachshund & Friends" unterscheiden sich einzig durch die zu Beginn freigeschalteten Rassen. Das Spiel kostet etwa 40,- Euro, ist allerdings auch im Bundle mit dem Nintendo DS für knapp 150,- Euro erhältlich.
Fazit: Nintendogs ist sicherlich kein Spiel im üblichen Sinne – hier geht es nicht darum, schnell ein Abenteuer durchzuspielen, sondern stattdessen immer mal wieder zwischendurch neue Hunde heranzuziehen, sie zu trainieren und zu unterhalten. Eine äußerst spaßige Angelegenheit, die das alte Tamagotchi-Prinzip in eine neue Dimension führt und nicht nur bei Hunde-Fans für Begeisterung sorgen dürfte.