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Spieletest: Far Cry Instincts - Auch auf der Xbox ein Genuss

Abgewandelte Umsetzung der PC-Version. Lange hat es gedauert, bis Ubisoft die Umsetzung des PC-Hits Far Cry für die Xbox fertig gestellt hat. Allerdings war für die Entwicklung nicht nur ein anderes Team (Ubisoft Montreal anstelle von Crytek) zuständig, auch inhaltlich änderte man einiges – was vor allem Kenner des PC-Originals beim Spielen der Xbox-Version irrtieren könnte.
/ Thorsten Wiesner
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Story und Setting bleiben zunächst bekannt: Bootsverleiher Jack Carver muss mit ansehen, wie innerhalb weniger Sekunden seine Existenzgrundlage in die Luft fliegt, eine Frau entführt wird und er nur knapp mit dem Leben davon kommt. Keine schöne Situation, zumal er sich in dem eigentlich schick anzusehenden karibischen Insel-Szenario fortan alleine mit Horden von Söldnern herumschlagen darf – um am Ende einen düsteren Ober-Boss zu stellen und das Geheimnis der Inselwelt zu ergründen.

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Muss sich Jack zu Beginn noch mit einem Messer und Steinen verteidigen, gelangt er bald in den Besitz der ersten Feuerwaffen. Pistolen, Gewehre, MGs und so einiges mehr versüßen den Shooter-Alltag, wie am PC ist man allerdings nicht unbedingt gezwungen, massiv das Blei sprechen zu lassen: Far Cry lässt dem Spieler viel Freiheit beim Absolvieren der Aufträge. Freizeit-Rambos stürmen den Kontrahenten direkt in die Arme, vorsichtige Naturen hingegen nutzen die üppige Pflanzenwelt, um sich durch das Gebüsch anzuschleichen oder etwa auch die auf Pfählen errichteten Hütten von unten mit Kugeln zu perforieren und so gleich ganze Truppen auszuheben.

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Später im Spiel ändert sich das Gameplay – gerade auch im Gegensatz zur PC-Fassung – dann massiv: Carver erhält eine Injektion, die ihn mit Mutantenkräften ausstattet – und ihm so zahlreiche neue Möglichkeiten verleiht. Gegner werden nun mit brachialen Schlägen ins Jenseits befördert, neue Augen lassen auch im Dunkeln weit blicken und dank Super-Nase können Kontrahenten erschnüffelt werden. Allerdings sind alle Kräfte immer nur begrenzt verfügbar, es kann also nicht pausenlos mit Super-Schlägen und Riesen-Sprüngen agiert werden.

Mit der Änderung der Fähigkeiten geht auch ein erneuertes Setting einher – Carver muss nun auch durch dunkle Minenschächte oder neblige Sumnpflandschaften, um schließlich den Obermotz zu stellen, und auch seine Feinde präsentieren sich immer häufiger von ihrer mutierten Seite.

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Optisch kann Far Cry auf der Xbox natürlich nicht mit den hohen Auflösungen der PC-Version mithalten – wer das Spiel also bereits letztes Jahr gelöst hat, wird zu Beginn ein wenig von den kantigen Umgebungen enttäuscht sein. Bedenkt man die technischen Gegebenheiten der Konsole, gehört Far Cry Instincts vor allem dank unzähliger Details aber zweifellos zu den schöneren Xbox-Shootern. Nicht so schön: Der hohe Detailgrad hat seinen Preis, öfter sieht man Objekte plötzlich auftauchen oder wundert sich über einen sich schnell ändernden Detailgrad.

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Auch in Sachen KI bleibt Far Cry Instincts hinter dem Crytek-Titel zurück: Der hohe Schwierigkeitsgrad von Instincts resultiert eher aus der sehr hohen Trefferquote der Kontrahenten, weniger aus ihrem Verhalten, das leider recht stereotyp ist. Die grauen Zellen müssen also eher selten betätigt werden, zumal auch der Rätselanteil praktisch nicht erwähnenswert ist – Far Cry Instincts konzentriert sich voll und ganz auf die Action. Zumindest die zahlreichen und einfach zu bedienenden Fahrzeuge wie Buggy, Schiff oder Gleiter sorgen für einige spaßige Abwechslung.

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Neben der Kampagne wartet das exklusiv für die Xbox verfügbare Spiel mit zahlreichen Multiplayer-Optionen via Xbox Live, System-Link oder Splitscreen an einer Konsole auf. Die Anfangs ebenfalls geplante PS2-Version wurde zwischenzeitlich eingestellt.

Far Cry Instincts ist bereits im Handel erhältlich. Das Spiel hat von der USK keine Jugendfreigabe erhalten und ist somit erst ab 18 Jahren verfügbar.

Fazit:
Eine vergleichbare Offenbarung wie einst auf dem PC ist Far Cry Instincts auf der Xbox sicherlich nicht – dafür ist die KI zu schwach und die Präsentation dann doch nicht so beeindruckend, wie zunächst angenommen. Ein wirklich guter Shooter mit einigen gelungenen spielerischen Ideen ist unterm Strich aber allemal herausgekommen – vor allem, wer die PC-Version noch nicht gespielt hat und dementsprechend auch nicht Gefahr läuft, beide Spiele miteinander zu vergleichen, kann viele unterhaltsame und action-geladene Stunden in der Karibik verbringen.


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