Internationale Verbände gegen pauschale Urheberabgaben
Nun holen sich die Gerätehersteller offenbar international Rückendeckung, argumentieren die Hersteller in Deutschland doch in der Regel mit möglichen Wettbewerbsnachteilen auf Grund falscher und zu hoher Abgaben hier zu Lande, da es diese in anderen Ländern nicht gibt. Nun machen sich die Consumer Electronics Association (CEA), die European Information & Communications Technology Industry Association (EICTA) und die Japan Electronics and Information Technology Industries Association (JEITA) für eine grundlegende Regelung in diesem Bereich stark.
Die Hersteller und auch ihre Verbände favorisieren ein DRM-gestütztes System einer nachträglichen Einzelabrechnung gegenüber pauschalen Abgaben, die sich direkt auf den Kaufpreis der Geräte auswirken. Daher machen sie wie aktuell im Rahmen des "2005 Strategic Global Industry Roundtable" in Brüssel Druck, beschäftigt sich doch EU-Kommissar Charlie McCreevy derzeit mit dem Thema.
Die Verbände drängen dabei vor allem darauf, die aktuellen Abgaben nicht stärker auszuweiten, sondern diese langsam abzuschaffen. Länder wie Deutschland, in denen ein System von Pauschalabgaben praktiziert wird, sollen die Abgaben auf bestimmte Produkte begrenzen und eine "rational und gerechtfertigte" Abgabenstruktur einführen. Zudem soll der Prozess zur Festsetzung der Abgaben moderner und transparenter werden. Auch die Verwertungsgesellschaften sollen sich offener und transparenter geben, so die Forderung der drei Verbände.
Letztendlich seien Pauschalabgaben aber keine Lösung, um die Rechte von Rechteinhabern zu schützen, so CEA-Präsident Gary Shapiro. Würden die Abgaben weiterhin von den Verwertungsgesellschaften festgesetzt, bedeute dies, dass Elektronik-Produkte stark belastet und die Preise nach oben getrieben werden, warnt der Lobby-Vertreter.
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