Fehlerhafte SMS-Abrechnung per WindowsCE-Smartphone

Von MDA-Modellen versendete SMS wird von T-Mobile mehrfach berechnet

T-Mobile berechnet Kurzmitteilungen zu wesentlich höheren Gebühren, wenn die betreffende SMS von einem WindowsCE-Smartphone der MDA-Reihe versendet wird. Schuld soll ein Software-Fehler in den MDA-Modellen sein, hat die "c't magazin.tv" des Hessischen Rundfunks erfahren. Vermutlich sind auch die baugleichen Geräte von O2, E-Plus und Vodafone von dem Problem betroffen.

Artikel veröffentlicht am ,

Normalerweise kostet der Versand einer Kurzmitteilung von T-Mobile innerhalb deutscher Mobilfunknetze 19 Cent. Durch einen Software-Fehler in den verschiedenen WindowsCE-Smartphones der MDA-Modelle soll es aber vorgekommen sein, dass T-Mobile oft ein Vielfaches dieser Gebühren berechnet hat. So mussten bis zu 80 Cent pro SMS bezahlt werden, aber auch Gebühren von 1,90 Euro für eine Kurzmitteilung soll T-Mobile Kunden abgebucht haben, heißt es von c't magazin.tv.

Der Software-Fehler in den MDA-Modelle sorgt nach T-Mobile-Aussage dafür, dass eine einzelne Kurzmitteilung mehrfach berechnet wird. Die SMS-Applikation der MDA-Modelle kommt nicht mit Sonderzeichen klar, die etwa durch die im Gerät integrierte Eingabehilfe vorgeschlagen werden. So kann schon ein Hochkomma (') in einer SMS dafür sorgen, dass die Nachricht mehrfach berechnet wird, weil die Länge einer SMS auf deutlich weniger Zeichen begrenzt und in mehrere Kurznachrichten gespalten wird. In der SMS-Applikation macht sich der Fehler bemerkbar, indem sich die verfügbare Zeichenzahl verringert. Allerdings achten viele Nutzer besonders bei kurzen Nachrichten kaum auf die verbleibende Zeichenmenge.

Nach Angaben von c't magazin.tv blieb der Fehler vier Jahre lang unentdeckt, weil Kurznachrichten von T-Mobile immer im Paket abgerechnet werden, so dass Kunden keine genaue Kontrolle über die Kosten haben. T-Mobile will im Schadensfall seinen Kunden durch kulante Lösungen entgegenkommen. Noch ist nicht geklärt, ob auch die baugleichen Windows-CE-Smartphones von O2, E-Plus und Vodafone von dem Fehler betroffen sind. Da die MDA-Modelle nur mit anderen Bezeichnungen und ansonsten identischer, technischer Ausstattung aber auch an die anderen Anbieter ausgeliefert werden, ist zu befürchten, dass alle Geräte von diesem Fehler betroffen sind.

Als einzige Abhilfe empfiehlt c't magazin.tv derzeit das Abschalten der Sonderzeichen, womit der Fehler umgangen wird. Das führt jedoch dazu, dass einige Kurzmitteilungen dann nicht vollständig verschickt werden können. Ein Software-Update für die betroffenen Geräte bietet T-Mobile nicht an.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Benedikt 20. Sep 2006

Hallo, ich hatte dieses Problem auch mit dem VPA 3 und habe mich an Vodafone gewandt...

Mechthild Miarka 21. Mär 2006

Hallo, ich bin mit der Rechn. im Feb. ueberrascht worden: an einem Tag in 10 min 27 SMS...

tachauch 28. Okt 2005

Ich meinte nicht, dass es am Branding liegt. Nur bei gerade diesem "Eingriff" in die...

andig 16. Okt 2005

Unqualifiziert ist die 4 Cent debatte. Wenn da steht bis zu 80 Cent schließt das 76 Cent...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
OpenAI
Girlfriend-Chatbots verstoßen gegen die Regeln des GPT-Store

Nur einen Tag, nachdem OpenAI ChatGPT für Entwickler geöffnet hat, lassen sich Angebote finden, die es nicht geben dürfte.

OpenAI: Girlfriend-Chatbots verstoßen gegen die Regeln des GPT-Store
Artikel
  1. Umwelt: Öl- und Gasanlagen gefährlicher für Vögel als Windturbinen 
    Umwelt
    Öl- und Gasanlagen gefährlicher für Vögel als Windturbinen 

    Ein Wissenschaftler hat die Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Vogelpopulationen ausgewertet. Anschließend hat er sie mit dem Rückgang von Vögeln durch Öl- und Gasanlagen verglichen.

  2. AVM: Huawei-Patent kommt in Fritzboxen nicht zum Einsatz
    AVM
    Huawei-Patent kommt in Fritzboxen nicht "zum Einsatz"

    Huawei hat einen großen Patentpool zu Wi-Fi 6. Fritzbox-Hersteller AVM hat die Patente nach eigenen Angaben in seinen Wi-Fi-6-Routern nicht genutzt, will sie aber dennoch für ungültig erklären lassen.

  3. Mitnutzung von Infrastruktur: Telekom sieht sich beim Glasfaserausbau benachteiligt
    Mitnutzung von Infrastruktur
    Telekom sieht sich beim Glasfaserausbau benachteiligt

    Die Telekom will vorhandene Leerrohre durch ein EU-Gesetz leichter mitnutzen können. Dagegen setzt der Breko auf die gemeinsame Nutzung einer Glasfaser durch Open Access.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Lenovo 34" 21:9 Curved WQHD 299€ • ASRock RX 7900 XTX 1.039,18€ • War Hospital 21,59€ • Amazon-Geräte -50% • Acer 34" OLED UWQHD 175Hz 999€ • PS5 + Spider-Man 2 569€ • AMD Ryzen 9 5950X 379€ • Switch-Controller 17,84€ • AOC 27" QHD 165Hz 229€ • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /