Breitband-Ausbau: Harsche Kritik an Telekom-Plänen
VATM sieht in den VDSL-Plänen der Telekom eine Wettbewerbsverdrängung
Die Breitband-Pläne der Deutschen Telekom treffen bei deren Konkurrenz zum Teil auf harsche Kritik. Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) spricht von einer gezielten, auf Wettbewerbsverdrängung in ausgewählten, wettbewerbsintensiven Ballungszentren ausgelegten Strategie. Versatel nennt das Vorhaben eine "marktwirtschaftliche Geisterfahrt".
Unter dem Deckmantel der Innovation verkaufe die Telekom eine Strategie, die angesichts des drohenden Verlustes weiterer Marktanteile im Breitbandbereich gezielt auf Wettbewerbsverdrängung in ausgewählten, wettbewerbsintensiven Ballungszentren setzt, anstatt auf flächendeckenden Infrastrukturausbau ausgerichtet zu sein, kritisiert Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM.
Die von der Telekom geplante Verlängerung der Glasfaser über die Hauptverteiler hinaus sei vor allem in den neuen Bundesländern seit 1990 bestens bekannt, habe in vielen Regionen bis heute zu massiven Problemen beim DSL-Ausbau geführt und sei daher als gezielter Aufbau neuer Zugangshindernisse für die Wettbewerber zu werten, kritisiert Grützner.
Mit 3 Milliarden Euro wolle die Telekom in breitbandig bereits bestens versorgten Gebieten massiven Verdrängungswettbewerb führen, statt die neue Technik dort einzusetzen, wo bereits Glasfaserverlängerungen seit 1990 gebaut wurden und viele Menschen seit langem auf breitbandige Internetzugänge warten müssen: "Geradezu aberwitzig mutet es an, genau hierfür Politik und Bundesnetzagentur zu einem Verzicht auf faire Zugangsmöglichkeiten der Wettbewerber an diesen, von der Telekom selbst neu geschaffenen Bottlenecks zu überreden." Die neue Bundesregierung solle, statt den gerade entstehenden Breitbandwettbewerb in Deutschland abzuwürgen, neue Maßnahmen wie etwa in Großbritannien ergreifen, um den Wettbewerb zu stärken: "Hier nutzt man weiter gehende Möglichkeiten wie etwa die organisatorische Herauslösung des Anschlussnetzes des marktbeherrschenden Unternehmens, um allen Wettbewerbern fairen Zugang zu ermöglichen", so Grützner.
Noch deutlicher wird Andreas Heinze, Vorsitzender der Geschäftsführung Versatel Deutschland: "Es dürfe der Telekom nicht gelingen, durch eine Monopolisierung eines innovativen Dienstes noch vor seiner Markteinführung die Breitbandentwicklung in Deutschland zum Stillstand zu bringen - wie seinerzeit bei Einführung der klassischen DSL-Technologie."
Stein des Anstoßes sind Forderungen der Telekom, den Aufbau eines neuen Hochgeschwindigkeitsnetzes von einer Rückführung der Regulierung abhängig zu machen.
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Ich kann den Wirbel nicht verstehen. Die Telekom investiert Milliarden für den Ausbau auf...
Natürlich vereinfacht - wer kennt schon die wahre Dimension und die einzelnen Sauereien...
Nun - nicht ganz. Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist es für einen potentiellen Investor...
Es sind hier durchaus gute Argumente gefallen. Einerseits sollte kein Unternehmen eine...