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EU will Online-Verkauf von Musik vorantreiben

Empfehlung für EU-weite Lizenzierung von Online-Musik

Während in den USA der Verkauf von Online-Musik rasant wächst, steckt das Geschäft in Europa noch immer in den Kinderschuhen. Schuld daran sind nach Ansicht der Europäischen Kommission die komplexen Rechtestrukturen in Europa. Doch das will Binnenmarkt-Kommissar Charlie McCreevy nun ändern und schlägt Maßnahmen zur Verbesserung der EU-weiten Lizenzierung von Urheberrechten für Online-Angebote vor.

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Neue internetgestützte Dienste benötigen nach Ansicht der Europäischen Kommission Lizenzen, die für die gesamte EU gelten, doch bislang gibt es keine solchen EU-weiten Urheberrechtslizenzen. Online-Musikdienste könnten ihr Potenzial daher nur mühsam entfalten.

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Zur Verbesserung der Situation hat die Kommission eine Empfehlung für entsprechende Maßnahmen verabschiedet: "Heute haben wir praktikable Verbesserungsvorschläge für die Lizenzierung von Musikwerken für das Internet gemacht. Ich möchte dafür sorgen, dass legale Online-Musikdienste leichter an EU-weite Lizenzen herankommen", kommentiert Charlie McCreevy, Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen. Mit diesen Lizenzen sollen neue europäische Online-Dienste leichter ins Geschäft kommen, wobei die Empfehlung einen "richtigen Mittelweg zwischen bequemer Lizenzierung und dauerhafter Wertsicherung urheberrechtlich geschützter Werke" darstellen soll, so McCreevy der damit verhindern will, "dass Inhalte zu Schleuderpreisen verramscht werden".

Bislang hat McCreevy nur eine Empfehlung ausgesprochen, die vorgibt, wie sich der Markt entwickeln soll. Sollten die Fortschritte aber hinter den Erwartungen zurückbleiben, werde er strengere Maßnahmen ergreifen, kündigt McCreevy zugleich an.

Dabei hat die Kommission drei Alternativen für eine EU-weite Lizenzierung von Online-Musik geprüft: Entweder alles bleibt, wie es ist, die Zusammenarbeit zwischen Verwertungsgesellschaften wird verbessert, damit jede in der EU ansässige Gesellschaft EU-weite Lizenzen für das gesamte Repertoire der anderen Gesellschaften erteilen kann oder man gibt den Rechteinhabern die Möglichkeit, eine Verwertungsgesellschaft ihrer Wahl mit der EU-weiten Rechteverwertung bei der Online-Nutzung ihrer Musikwerke zu beauftragen.

Nach einer Befragung von Lobbyvertretern im Juli 2005 blieben nur die beiden letztgenannten Alternativen im Rennen. Zwischen der zweiten und dritten Alternative waren die Meinungen aber geteilt; während die gewerblichen Nutzer die zweite Alternative der verbesserten Zusammenarbeit von Verwertungsgesellschaften und die Verwertungsgesellschaften mehrheitlich eine Variante davon bevorzugten, sprachen sich die Musikverleger, die unabhängigen Tonträgerhersteller und bestimmte Verwertungsgesellschaften für die freie Wahl einer Verwertungsgesellschaft für eine EU-weite Lizenzierung aus.

Nach Analyse der verschiedenen Möglichkeiten und Stellungnahmen empfiehlt die Kommission einen Mittelweg, den Rechteinhaber und gewerbliche Nutzer urheberrechtlich geschützter Werke sollen die Möglichkeit erhalten, sich für das Lizenzierungsmodell ihrer Wahl zu entscheiden. Die Europäische Kommission empfiehlt daher, zwar territoriale Beschränkungen und den Kundenkreis eingrenzende Bestimmungen in bestehenden Lizenzverträgen aufzuheben, gleichzeitig aber den Rechteinhabern, die von solchen Verträgen absehen möchten, die Möglichkeit einzuräumen, ihr Repertoire der EU-weiten Direktlizenzierung zugänglich zu machen.

Die Empfehlung enthält auch Bestimmungen über Handlungsgrundsätze, Transparenz, Streitbeilegung und Rechenschaftspflicht der Verwertungsgesellschaften. Damit, so hofft die Kommission, werde eine Kultur der Transparenz und des guten Unternehmenshandelns geschaffen, in der sich die Interessenträger in voller Kenntnis der Sachlage für das Lizenzierungsmodell entscheiden können, das für sie am besten geeignet ist.



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abcd 24. Okt 2005

Wenn ich nun bei Allofmp3 mir ein Lied kaufe und mit Kreditkarte bezahle, welche Allofmp3...

Niemand 16. Okt 2005

Ist zwar sehr krass ausgedrückt, aber du sprichst mir aus Seele. Ich bin auch der...

susum 16. Okt 2005

gehen immer davon aus das mp3s illegal sind ganz einfach. Das Gegenteil mußt du...


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