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Festplatten-Technik: Forscher vermelden Datendichte-Rekord

200-mal höhere Speicherdichte pro Quadratzoll – nur bei tiefsten Temperaturen. Professor Harald Brune und seine Kollegen von der Ecole Polytechnique Federale de Lausanne (EPFL) wollen einen neuen Rekord bei der magnetischen Speicherung von Daten aufgestellt haben. Sie erreichten eine im Vergleich zu aktuellen Festplatten bis zu 200-mal höhere Datendichte pro Quadratzoll, wenn auch bisher nur unter Laborbedingungen.
/ Christian Klaß
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Die schweizerische Forschergruppe hat ein Kristallgitter aus nicht interagierenden, zwei Atomen hohen Inseln aus Kobalt auf einem Monokristall-Goldsubstrat konstruiert. Bis zu 26 Billionen dieser Inseln sollen pro Quadratzoll untergebracht werden können. Dabei sollen die magnetischen Eigenschaften der Inseln die bisher gleichmäßigsten jemals aufgezeichneten sein – und da die Inseln sich nicht gegenseitig beeinflussen, sollen sie jeweils ein Daten-Bit speichern können.

Allerdings gibt es auch einen gravierenden Nachteil: Die Funktionstests mussten bei einer Temperatur von -223 Grad Celsius durchgeführt werden, bei "höheren" Temperaturen sorge den Wissenschaftlern zufolge die thermische Erregung des Materials für eine Umkehrung der Magnetisierung und die gespeicherten Daten werden unbeständig. Festplatten mit der Technik werden also noch eine Weile auf sich warten lassen.

Derzeit versuchen Brune und seine Kollegen, das Temperaturproblem durch zweimetallische Inseln aus 500 bis 800 Atomen zu umgehen, welche die angestrebten magnetischen Eigenschaften auch bei Raumtemperatur aufrechterhalten können.


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