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WLAN im Zug - Auch Allied Telesyn will mitmischen

Eingekaufte japanische Technik für Europa

Der Netzwerk-Hardware-Anbieter Allied Telesyn bietet nun auch in Europa eine Komplettlösung für WLAN in Zügen, U-Bahnen sowie an Autobahnen und verspricht einen unterbrechungsfreien Internetzugang auch bei hohen Geschwindigkeiten und in Tunneln. Die Technik stammt vom japanischen WLAN-Spezialisten Root Inc., den Allied Telesyn im Frühjahr 2005 übernommen hatte.

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Die "Mobile IP" getaufte Lösung von Allied Telesyn soll alle Komponenten beinhalten, die für den Aufbau und den Betrieb eines AES-verschlüsselten ausgedehnten Outdoor-WLANs erforderlich sind. Dazu zählen so genannte Wireless Base Stations, bestehend aus Access Point und Router, mit einer Reichweite von mehr als 20 km, mobile Router für den Einbau in Fahrzeuge sowie Infrastrukturkomponenten wie Autentifizierungs-Server.

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"Im Gegensatz zu anderen mobilen WLAN-Lösungen benötigt unser System weder eine Satellitenverbindung noch UMTS, um die Verbindung zwischen dem WLAN und dem Internet zu realisieren", wirbt Maik Lankau, Geschäftsführer von Allied Telesyn für Deutschland und die Schweiz, für das System. "Die meisten heutigen Konzepte etwa für den WLAN-Einsatz in Zügen basieren darauf, dass das WLAN selbst mobil ist und über eine andere Technologie mit dem Rest der Welt kommuniziert. Bei uns bewegt sich der Anwender durch ein stationäres, aber sehr ausgedehntes WLAN."

Entsprechend viel Hoffnung hat das Unternehmen, seine Technik europäischen Eisenbahngesellschaften und Verkehrsverbünden erfolgreich anbieten zu können. Vorteile erhofft sich Allied Telesyn auch darin, dass man keine Satellitenverbindung benötigt und daher auch in Tunneln funktioniere, anders als es etwa bei den von 21Net vernetzten Thalys-Zügen der Fall ist. Auch die Deutsche Bahn plant gemeinsam mit T-Mobile eine Vernetzung von ICE-Zügen; bisher nur im Pilotprojekt soll der Railnet getaufte Dienst ab 2006 deutschlandweit auf alle ICE-Züge ausgeweitet werden und auch bei 300 Stundenkilometern funktionieren.

Allied Telesyn setzt bei seiner mobilen WLAN-Lösung auf Layer 3-Roaming, womit der mobile Router jederzeit die gleiche IP-Adresse behält. Auch beim Übergang von einer Basisstation zur nächsten (Roaming) soll ein unterbrechungsfreier Zugang zum Internet gewährleistet sein. Dieser erfolgt über den "Home Agent Server", der die gesamte Kommunikation zwischen den mobilen Routern und dem Festnetz koordinieren soll und für jeden mobilen Router jeweils einen Netzwerktunnel zur nächstgelegenen Basisstation unterhalte. Die Basisstationen sollen auch in unwegsamem Gelände eingesetzt werden; als Stromquelle diene notfalls ein Windrad.

Mobile IP wird momentan primär im asiatischen Raum in einigen Projekten eingesetzt. So ermögliche die Technik etwa Reisenden im japanischen Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen einen unterbrechungsfreien Internetzugriff. Die japanische Polizei nutzt ein WLAN entlang der Autobahnen zur schnellen Übermittlung von Anfragen und Unfallberichten. Dabei haben die Polizisten laut Allied Telesyn die Möglichkeit, das WLAN über mitgeführte Relay Router ad hoc zu erweitern, falls etwa eine Unfallstelle in einem Funkloch liegt. In der U-Bahn in Hongkong laufe zudem ein Pilotprojekt, in dem die visuelle Überwachung der Waggons über Streaming Video in Echtzeit realisiert wird.



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Hotohori 10. Okt 2005

jetzt wäre ein Löschfunktion ganz nützlich, wollte eigentlich den alten Beitrag bearbeitn...

Siegfried 10. Okt 2005

Weil Wimax, aufgrund aktiver Antennen, keine Mobilitaet unterstuetzt?


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