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Spieletest: Burnout Revenge - Takedown-Action hoch zwei

Mit 300 km/h durch den Berufsverkehr, Unfälle erwünscht. Eine vorausschauende Fahrweise, Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer sowie das Fahren mit den Umständen angepasster Geschwindigkeit spielen bei "Burnout Revenge" eine maßgebliche Rolle. Als Simulation für die Fahrschule mag das Spiel dennoch nicht durchgehen, allzu wörtlich sollte man diese Worte nicht nehmen.
/ Jens Ihlenfeld
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Vorausschauendes Fahren ist wichtig, will man seine Gegner im richtigen Winkel gegen die Wand oder einen Pfeiler rammen. Rücksicht ist vor allem in Bezug auf den Gegenverkehr gefordert, hat eine Berührung hier doch meist verheerende Folgen. Angepasste Geschwindigkeit meint vor allem, schnell genug zu fahren, um gerammte Fahrzeuge gezielt als eine Art "Schusswaffe" einsetzen zu können.

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Nun mag diese Beschreibung auch auf den Vorgänger "Burnout 3: Takedown" zutreffen, "Revenge" treibt das Spiel aber nochmals auf die Spitze. Schneller, actionreicher und packender wirkt die dritte Ausgabe, obwohl der Soundtrack deutlich hinter den Vorgänger zurückfällt und sich eher der Geräuschkulisse unterordnet. Der durchaus witzige Radiokommentar aus Burnout 3 fehlt in der neuen Version gänzlich.

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Derweil wartete der vierte Teil mit neuen Elementen auf – so werden Revenge-Takedowns besonders bewertet, will man also diese Extrapunkte einfahren, gilt es, gezielt diejenigen Gegner von der Strecke zu schießen, die einen zuvor die gleiche Ehre zuteil werden ließen. Bei Crash-Breaker-Rennen besteht zudem die Möglichkeit, nach einem Crash den eigenen Wagen in die Luft zu jagen und mit etwas Glück den einen oder anderen Gegner so direkt mitzunehmen.

Neu ist zudem der Modus Traffic-Attack: Man stelle sich vor, man rast mit gut 300 km/h auf ein Stauende im innerstädtischen Berufsverkehr und wird für jedes zerstörte Fahrzeug belohnt. Einzig zu große und einem entgegenkommende Fahrzeuge gilt es zu meiden bzw. indirekt mit anderen Autos abzuschießen. Mit jedem zerstörten Auto wächst der Zeitbonus und damit die Chance, die vorgegebenen "Schadenssummen" zu erzielen.

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Hinzu kommen die bekannten Rennmodi wie Einzelrennen mit Gegnern oder gegen die Uhr, Rennserien (Grand Prix) oder eher auf Geschicklichkeit und Taktik ausgelegte provozierte Unfallszenarien. Um weiterzukommen gilt es, sich in den verschiedenen Disziplinen zu beweisen.

Gefahren wird mit Fantasiewagen, die es für manches gewonnene Rennen als Bonus gibt. Im Einzelmodus kommt es darauf an, den eigenen Ruf zu verbessern; wird man anfangs noch als "harmlos" eingestuft, führt der Weg später über die Einstufungen "rabiat" und "verrückt". Wer schnell und aggresiv zugleich zu Werke geht, klettert die "Karriereleiter" dabei schneller nach oben.

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Neben dem Einzelspielermodus lässt sich "Burnout Revenge" auch mit mehreren Personen an einer Konsole oder online spielen, z.B. über Xbox Live. Aber ganz gleich ob allein oder in der Gruppe, bei Burnout geht es weniger um fahrerisches Können denn vielmehr um den Spaß an der Zerstörung.

Fazit:
Die Neuerungen in "Burnout Revenge" nehmen sich zwar, typisch EA, eher klein aus, dennoch kann die Neuauflage begeistern und gegenüber dem schon sehr guten Vorgänger nochmals zulegen. Die neuen Modi bringen zusätzlichen Spielspaß und stellen eine logische Fortsetzung dar. Wer also am Bildschirm umsetzen möchte, was im normalen Straßenverkehr unmöglich ist, sollte bei der Neuauflage durchaus zugreifen. Wer allerdings Wert auf Realismus legt, ist bei Burnout an der falschen Adresse.


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