Gegenklage: Activision greift Finest-Hour-Entwickler an
Publisher wirft Spark Unlimited Betrug und Vertragsbruch vor
Der Publisher Activision reagiert mit einer Gegenklage und nicht minder heftigen Vorwürfen auf die Klage des kleinen Entwicklerstudios Spark Unlimited. Damit werfen sich nun Activision und Spark Unlimited gegenseitig Betrug und Vertragsbruch vor, Activision geht jedoch noch weiter.
Spark entwickelte für Activision das 2004 erschienene Konsolenspiel "Call of Duty: Finest Hour" und sollte noch zwei Nachfolger liefern. Im März 2005 kündigte Activision an, zwei neue Call-of-Duty-Konsolentitel durch drei seiner internen Studios entwickeln zu lassen. Spark hingegen vermeldete, einen Vertrag mit Atari über Spiele für kommende Konsolen abgeschlossen zu haben. Im August 2005 machte Spark dann durch eine Klage gegen Activision auf sich aufmerksam. Das Spielestudio wirft dem Publisher Betrug, Vertragsbruch sowie eine absichtliche Schädigung des Unternehmens vor und verlangt 10 Millionen US-Dollar als Entschädigung. Wie das Verfahren ausgeht, wird wohl erst in einigen Monaten klar sein.
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Das unabhängige Entwicklerstudio besteht zum großen Teil aus ehemaligen Electronic-Arts-Angestellten, die an der Medal-of-Honor-Serie mitwirkten. An dieser Stelle setzt Activision laut eines GameSpot-Berichts mit seiner Gegenklage an. Spark-CEO Craig Allen hätte Activisions Klageschrift zufolge die Beteiligung der eigenen Entwickler an "Medal of Honor" bei Verhandlungen im Jahr 2002 absichtlich überbewertet.
Activision gibt an, dies selbst erst später erkannt zu haben und wirft Spark "monumentale Inkompetenz" auf der Führungsebene vor. Zudem sei das Unternehmen nur durch Intervention von Activision vor dem Ruin bewahrt worden - etwa durch vorzeitige Zahlung von Geldern, die Spark für einen Rechtsstreit mit EA benötigte. Zitiert wird dabei aus vertraulichen Projektunterlagen und E-Mails von Allen. Darin hat GameSpot zufolge der Spark-CEO selbst eingestanden, dass die Entwicklung von "Finest Hour" problematisch war und die Schuld größtenteils bei Spark selbst liege.
Die Vorwürfe seitens Activision werden jedoch im Verlauf der Klageschrift noch härter. Der ehemalige Spark-Entwicklungsleiter Adrian Jones hätte frühzeitig Entscheidungen getroffen, von denen sich Spark lange nicht erholt habe. Erst Anfang 2004 wurde er seines Postens enthoben und später durch NovaLogic-Mitgründer John Butrovich ersetzt. Entwicklungsziele sollen mehrfach nicht eingehalten worden sein. Obwohl Activision zusätzliches Personal und Geldmittel beigesteuert hatte, musste der geplante Veröffentlichungstermin vom Juni auf den November 2004 verschoben werden.
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Deiner Analyse kann man nix mehr hinzufügen, sehe ich genauso ... Trotzdem würde ein...