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PlayStation Portable - Trojaner statt Firmware-Downgrade

Trojan.PSPBrick löscht wichtige Daten in der PSP-Firmware. Wer nach Mitteln sucht, um seine PlayStation Portable auch in Verbindung mit selbst geschriebener Software oder mit unerlaubten Kopien zu nutzen, verliert unter Umständen nicht nur die Garantie, sondern verwandelt auch das Spiele-Handheld in einen nicht mehr funktionierenden Klotz. Passend bezeichnete Symantec den ersten PSP-Trojaner als "Trojan.PSPBrick" – anstatt die Firmware auszutauschen, löscht er wichtige Systembestandteile und macht die PSP damit zum Reparaturfall.
/ Christian Klaß
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Bis jetzt soll der Trojaner nur selten auftauchen und gar keine bis wenige PSP-Besitzer betroffen sein. Der Schaden ist jedoch im Ernstfall hoch – denn der Kunde muss die PSP an Sony Computer Entertainment senden und auf Grund des Verlusts der Garantie selbst für die Reparaturkosten aufkommen.

Trojan.PSPBrick kommt in einem Archiv namens "EXPLOIT 2G PSP Team V1.RAR", das aus den Dateien overflow.tif, h.bin und teilweise auch der Textdatei PSPTEAM.NFO besteht. Wie bei einem kürzlich von Tüftlern veröffentlichten Firmware-Downgrade sorgt die TIF-Datei bei Aufruf über das PSP-Foto-Menü für einen Pufferüberlauf und die h.bin wird gestartet.

Anstatt aber wie vom Nutzer erhofft die Firmware 2.0 gegen eine leichter auszutricksende frühere Version auszutauschen, werden Symantec zufolge die Firmware-Dateien /vsh/etc/index.dat, /kd/loadcore.prx, /kd/loadexec.prx und flash6:/kd/init.prx gelöscht und das Spiele-Handheld startet daraufhin nicht mehr.

Symantecs Virenscanner soll die Schad-Software Trojan.PSPBrick(öffnet im neuen Fenster) ab dem heutigen 7. Oktober 2005 unter Windows erkennen können, bevor er zur PSP überspielt und dort aufgerufen wurde. Mit der nahenden Firmware 2.01 hat Sony Computer Entertainment die TIF-Sicherheitslücke geschlossen, der Trojaner hat dann keine Chance mehr.


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