Starke Verbreitung eines weiteren Wurms mit deutschem Text

Aktueller Wurm vermutlich ein weiterer Sober-Ableger

Am 6. Oktober 2005 gegen 10:30 Uhr erreichte die Redaktion von Golem.de eine Flut eines weiteren E-Mail-Wurms, der ähnliche Merkmale trägt wie der wenige Stunden zuvor bekannt gewordene Sober-Wurm und sich explosionsartig verbreitet. Somit liegt die Vermutung nahe, dass sich eine weitere Sober-Abart unter anderem im deutschsprachigen Teil des Internets stark verbreitet.

Artikel veröffentlicht am ,

Der frisch entdeckte Wurm trägt den Schadcode in dem mit der E-Mail versendeten Anhang, der in den Golem.de vorliegenden Mustern PrivatFoto.zip heißt. Der deutsche Nachrichtentext gibt vor, der Dateianhang enthalte ein falsch zugestelltes Foto. In der ZIP-Datei steckt dann eine als Bild getarnte Exe-Datei, die den Wurm-Code enthält. Der Nachrichtentext soll das Opfer dazu bewegen, die Zip-Datei zu entpacken und die darin befindliche Datei "Screen_Photo.jpeg-graphic1.exe" zu starten, wodurch sich der Wurm auf dem System einnistet.

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Die Wurm-E-Mail weist die Betreffzeile "Bcc: Ich habe Ihre Mail erhalten!" auf und wird so an alle deutschsprachigen Domains versendet. Sofern die Hinweise stimmen, dass es sich hierbei um einen weiteren Sober-Ableger handelt, verschickt sich der Wurm in einer weiteren Variante mit englischsprachigem Betreff. Derzeit liegen noch keine Informationen aus den Labors der Anbieter von Antivirenlösungen vor, so dass genauere Angaben nicht gemacht werden können.

Der deutsche Nachrichtentext lautet

Danke für Ihre Mail ....
Sie haben aber Ihre Mail wahrscheinlich falsch adressiert,,, nämlich an
mich. Ich kenne sie aber nicht!

Oder Ihr Provider hat die Mail falsch weiter geleitet!?

Um mich zu entlasten, schicke ich Ihnen das (...) Foto wieder zurück.

MfG
Sender

Höchstwahrscheinlich trägt sich der gerade entdeckte Wurm auf infizierten Systemen so in die Registry ein, dass er bei jedem Windows-Neustart automatisch geladen wird. Außerdem durchsucht der Unhold vermutlich eine Vielzahl lokaler Dateien nach E-Mail-Adressen und versendet sich über eine eigene SMTP-Engine an diese, um sich so zu verbreiten. Für den Versand werden zudem sicherlich die Absenderadressen gefälscht, so dass der eigentliche Versender der Wurm-E-Mail nicht ohne weiteres ermittelt werden kann.

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Noch liegen keine Details zu dem neuen Wurm von den Herstellern von Antiviren-Applikationen vor, so dass sich die gemachten Beobachtungen bislang nicht bestätigen lassen.

Nachtrag vom 6. Oktober 2005 um 13:50 Uhr:
Mittlerweile klassifizieren die Hersteller von Antivirenlösungen den hier beschriebenen Wurm als Sober.R bzw. Sober.Q und bestätigen die von Golem.de gemachten Vermutungen, was die Arbeitsweise des Schädlings betrifft.

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Klasus 15. Nov 2005

Ist uns auch schon passiert bzw. wir wissen es nicht genau, jedenfalls haben wir die...

Deffel 06. Okt 2005

Schlipsträger (in diesem Fall ja denn Coder) würden dann aber nen richtigen Virus ins...

Ihr Name: 06. Okt 2005

Deutschland zu dir ich steh zum Teufel mit der BRD.

Misdemeanor 06. Okt 2005

Ich kann das o.g. auch bestätigen, gestern Nacht erreichte mich eine solche E-Mail mit...



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