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Neue Valve-Umfrage: ATI mit weniger Bedeutung

Aktuelle Radeon-Grafikkarten weniger attraktiv für Steam-Nutzer? Der Spiele-Hersteller Valve ermittelt regelmäßig über Steam die Hardwareausstattung seiner Kunden. Seit der letzten Steam-Umfrage hat sich einiges getan: Neue Grafikkarten sind auf dem Markt erschienen und die Spiele werden immer anspruchsvoller, was die Hardwareausstattung angeht. Doch der Counter-Strike- und Half-Life-Spieler scheint das gekonnt zu ignorieren. Immerhin zeigt die Umfrage, dass AMD und Intel bei Spielern etwa gleichauf sind und dass ATI mit der aktuellen Grafikkartengeneration X800 wenig punkten kann.
/ Andreas Sebayang
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Seit über drei Jahren fragt Valve über das Steam-System seine Kunden in einer freiwilligen Umfrage nach der Hardwareausstattung. Da die Ermittlung der Ausstattung durch das Programm geschieht, gelten die Ergebnisse als zuverlässig, auch wenn ab und an die Ergebnisse nicht korrekt zusammengefügt werden. 836.099 Spieler haben diesmal an der Umfrage teilgenommen, rund 30.000 mehr als vor sechs Monaten.

Bei den Prozessoren gibt es kaum Veränderungen. Intel verlor innerhalb der letzten sechs Monate minimal Anteile (von 52,38 auf 52,22 Prozent), während AMD etwas zulegt (von 47,61 auf 47,77 Prozent). Das Gros der Intel-Nutzer bewegt sich zwischen 2,3 und 3,29 GHz und die AMD-Nutzer liegen bei 1,5 bis 2,29 GHz. Die Zahlen sind auf Grund der höheren Effizienz von AMD-Prozessoren durchaus vergleichbar. Leider wurden die unterschiedlichen Architekturen der beiden Hersteller nicht separat betrachtet, so dass sich keine konkrete Aussage aus den Zahlen ableiten lässt.

Hoch im Kurs stehen bei Valve-Kunden immer noch ATIs Grafikkarten der letzten Generation. Die Radeon 9600 und die 9800 belegen die ersten beiden Plätze mit 9,6 bzw. 9,3 Prozent. Erst auf dem dritten Platz folgt eine Nvidia-Karte (FX5200, 8 Prozent), gefolgt von der GeForce 4 MX auf Platz fünf mit einem Anteil von rund 6,5 Prozent. Dass Spieler nicht unbedingt sofort in den Laden gehen, um die aktuelle Grafikkartengeneration zu holen, zeigt zudem der immer noch hohe Anteil der mittlerweile recht betagten GeForce 2 MX, die es mit 3,3 Prozent immerhin auf den achten Platz schafft, auch die gesamte GeForce-4-Serie (zusammen mehr als 11 Prozent) ist nicht gerade aktuell, Spiele wie Battlefield 2 lassen sich auf dieser Karte nicht mehr spielen.

Auch wenn ATI die ersten beiden Plätze belegt, so ist doch Nvidia unter den Teilnehmern der Valve-Umfrage der am häufigsten genutzte Grafikkartenhersteller. Der Marktanteil von Nvidia liegt immer noch bei etwa 52 Prozent, ATI kommt dagegen auf knapp 42 Prozent. Wenn man die GeForce-6- und ATIs X-Serie separat betrachtet, zeigt sich zudem, dass ATI hier kaum Punkte machen kann. ATIs Lowend-Karte X300 ist abgeschlagen mit 1,6 Prozent auf Platz 15, Nvidias Mittelklasse, die GeForce 6600, eroberte dagegen den vierten Platz mit gut 6,6 Prozent. Die vergleichbare X700 konnte dagegen kaum für Interesse sorgen (0,96 Prozent).

High-End-Grafikkarten wie die Ultra-Karten von Nvidia oder ATIs Platinum Edition (je etwa 0,5 Prozent) sind unter den Steam-Spielern kaum zu finden, Nvidias 7800 GTX hat aus dem Stand immerhin 0,4 Prozent erreicht.

Auch der Grafikchip-Marktführer Intel spielt kaum eine Rolle in der Statistik, zu schwach und unattraktiv sind die Onboard-Lösungen des Chip-Giganten.

Während sich im Grafikkartenbereich die Spieler eher uneinig sind, sieht es beim Arbeitsspeicher etwas anders aus. Jeweils gut 40 Prozent der Spieler haben entweder mehr als 256 MByte Speicher oder mehr als 512 MByte Speicher. Die in neuen Spielen oftmals empfehlenswerten 1 GByte Speicherausbau haben dagegen nur rund 2,4 Prozent der Spieler.

Noch immer überraschend und aus Sicherheitsaspekten auch bedenklich ist der unter Spielern hohe Anteil von ungepatchten Windows-XP-Systemen: Gut 20 Prozent der Nutzer arbeiten noch mit einem nicht aktuellen Windows XP, auf dem entweder nur das erste Service Pack aufgespielt wurde (12,9 Prozent) oder das gar noch in seiner Urform genutzt wird (6,9 Prozent). Da derartige Systeme jedoch schnell unspielbar werden, wenn sie direkt an das Netz angeschlossen werden, ist davon auszugehen, dass die Rechner sich hinter einem Router oder hinter einer Firewall befinden.

Die detaillierte Auflistung der Ergebnisse ist unter steampowered.com(öffnet im neuen Fenster) zu finden.


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