Tod eines E-Mail-Clients: Mulberry-Entwicklerfirma am Ende
Die Anfänge von Mulberry liegen den Angaben von Daboo zufolge rund zehn Jahre zurück, als der Entwickler die Arbeiten für einen MacOS-basierten IMAP-E-Mail-Client aufnahm, der später zu Mulberry wurde.
Das Unternehmen steht nun unter der Aufsicht eines Insolvenzverwalters. Gleiches gilt für den Sourcecode selbst. Wie es zu der Pleite kam, wurde nicht mitgeteilt.
Hoffnungen, dass das Programm jetzt als Open-Source-Lösung freigegeben werden könnte, zerstreute der Entwickler: Es befänden sich Programmteile von Dritten im Code, die nicht frei sind, zudem sei der Code von bestimmten Entwicklerwerkzeugen abhängig. Konkretere Angaben dazu gibt es aber nicht. Außerdem rechnet man sich angesichts der mittlerweile in großer Zahl vorhandenen Open-Source-Alternativen keine Chancen für ein Open-Source-basiertes Mulberry aus.
Den bisherigen Kunden rät man, langfristig auf andere Lösungen umzusteigen, was angesichts des Datenformates, das Mulberry benutzt, nach Entwicklerangaben auch ohne Probleme möglich sein sollte. Filter und sonstige Einstellungen jedoch verliert man beim Umstieg. Natürlich kann man vorhandene Installationen von Mulberry auch weiter verwenden.