Zimbra - Webmail-Client auf AJAX-Basis
Der E-Mail-Client ist das Herz des Systems – er bietet nicht nur das übliche Ordnerkonzept, speicherbare und damit immer wieder aufrufbare Suchaufräge, sondern auch einige nette Zusatzfunktionen. So kann man alle E-Mails zu einem Thema, auch die eigenen Antworten und sogar im Mülleimer befindliche Nachrichten chronologisch gegliedert anzeigen lassen und mit individuellen Markierungen versehen.
Die E-Mails lassen sich auch recht einfach in das restliche PIM-Konzept einbinden. So kann Zimbra Datumsangaben in E-Mails erkennen und auf Rechtsklick in Aufgaben oder Termine umwandeln oder zu diesem Datum bereits vorhandene Verabredungen anzeigen. Bei Webadressen wird als kleine Voransicht ein Thumbnail der Website erzeugt bestimmte Nummernformate wie Tracking-Nummern werden auch erkannt. Diese Funktionalität ist nach den eigenen Belangen ausbaubar. Eine API steht auch zur Verfügung. Der Client ist kompatibel mit IE und Firefox, Safari soll bald folgen. Er soll IMAP und POP3 sowie SSL/TSL unterstützen.
Die Abkürzung AJAX steht für "Asynchronous JavaScript + XML" und bezieht sich auf eine Technik, bei der Webapplikationen zu großen Teilen im Browser ausgeführt werden. Entsprechende Webapplikationen ziehen eine Zwischenschicht zwischen die Darstellung der Applikation im Browser und dem Webserver. Die Kommunikation läuft weitgehend im Hintergrund ab, d.h. die Aufrufe des Nutzers werden per JavaScript an die AJAX-Engine weitergegeben, die ihrerseits per HTTP mit dem Webserver kommuniziert. Die AJAX-Engine selbst ist wiederum "nur" ein umfangreiches JavaScript, das im Browser abläuft.
Während bei herkömmlichen Webapplikationen die Eingaben des Nutzers an den Webserver gesendet werden, der dann eine neue Webseite generiert, die im Browser zur Anzeige kommt, läuft bei AJAX die Kommunikation asynchron ab – zur Darstellung muss die Webseite nicht neu generiert werden.