DENIC will ENUM noch 2005 in Betrieb nehmen

Eine Nummer für Fest- und Mobilnetz, Fax, E-Mail, VoIP und Webseiten

Nach einer mehrjährigen Testphase soll ENUM nun nach dem Willen der DENIC zum Ende des Jahres in den aktiven Betrieb gehen. Die Technik soll eine Brücke zwischen Telefonie und Internet schlagen; über die normale Rufnummer sollen Festnetz- und Mobilanschlüsse, aber auch Faxgeräte und E-Mail-Adressen oder Webseiten erreichbar werden. Daneben findet ENUM auch Anwendung bei der Kopplung von Voice-over-IP-Netzen.

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Die DENIC als Domainregistrierungsstelle hat seit September 2002 unter Beteiligung vieler Provider und anderer interessierter Unternehmen und Einrichtungen ENUM-Domains in einem Testbetrieb eingeführt. Nun ist nach Ansicht der DENIC der richtige Zeitpunkt für die Markteinführung von ENUM gekommen.

"Für den Kunden, der ENUM nutzen will, bedeutet der Übergang in den Wirkbetrieb, dass zukünftig zusätzliche Produktlösungen von immer mehr Anbietern zur Auswahl stehen werden. Schon jetzt können über 60 DENIC-Mitglieder ENUM-Domains in Auftrag geben", erläutert Andreas Bäß, Vorstandsmitglied der DENIC eG. Derzeit seien gut 3.600 dieser Domains registriert und mit jeder lassen sich Telefonanlagen mit beliebig vielen Nebenstellen betreiben.

ENUM leitet sich von "telephone number mapping" ab und steht für ein Protokoll, mit dem Ressourcen aus dem Telekommunikations- und dem Internetbereich verknüpft werden können. Es definiert eine Vorschrift, mit der eine Telefonnummer in eindeutiger Weise auf eine Domain abgebildet wird. Aus der Rufnummer "+49 69-272350" wird so durch Umkehrung der Reihenfolge und Einfügen von Punkten nach jeder Ziffer die Domain "0.5.3.2.7.2.9.6.9.4.e164.arpa", die zur Identifizierung unterschiedlicher Kommunikationsdienste herangezogen werden kann - zum Beispiel Fax, Mobilfunk, Voice Mail Systeme, E-Mail-Adressen, SIP-Adressen, Webseiten oder Anrufumleitungen.

Statt mit einer Vielzahl von Rufnummern und Adressen für Privat- und Bürotelefon, Handy, Fax, E-Mail oder Webseite zu hantieren, soll es in Zukunft ausreichen, eine einzige Nummer in das eigene Adressverzeichnis einzutragen. Die Zuordnung zu den jeweils passenden Ausgabegeräten übernehmen die Einträge im ENUM-Nameserver, den der Provider für den Kunden zur Verfügung stellt.

Durch die Verknüpfung von Telefonnummern und Internetressourcen ergeben sich völlig neue Dienste. Ein Basisdienst ist das Auffinden eines telefoniefähigen Internet-Endgerätes von einem herkömmlichen Telefon aus. Optional liefert ENUM auch Hinweise auf zusätzliche Kommunikationsmöglichkeiten. Sollte ein telefoniefähiges Internet-Endgerät nicht erreichbar sein, kann aus der Liste weiterer Anwendungen eine entsprechende Alternative ausgewählt werden.

Häufig wird ENUM auch genutzt, um Verbindungen zwischen Voice-over-IP-Endgeräten herzustellen, die in unterschiedlichen Provider-Netzen liegen. So wird verhindert, dass bei Telefonaten über das Internet über Netzgrenzen hinweg der Umweg über das herkömmliche Telefonnetz gewählt werden muss, was den Kostenvorteil der Internettelefonie wieder zunichte machen würde.

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