Acer: 24-Zoll-Breitbild-LCD für unter 1.000,- Euro (Update)

Gegenüber herkömmlichen 4:3- (1.024 x 768 Pixel) und 5:4- (1.280 x 1.024 Pixel) Monitoren entspricht das Breitbildformat eher dem natürlichen Sehempfinden. So setzen sich auch bei Notebooks zunehmend Breitbilddisplays durch, bei Desktop-Monitoren ist die Auswahl jedoch recht überschaubar. Hier ist das 16:10-Format in der Regel erst ab einer Diagonale von 20 Zoll zu finden.
Die kurzen Schaltzeiten machen derartige Displays auch für das Spielen interessant. Hier ist jedoch zu beachten, dass viele Spiele das Bild in die Breite verzerren und somit den zusätzlichen Raum verpuffen lassen, dies gilt vor allem für Menüs und Anzeigen auf dem Bildschirm. Andere Spiele jedoch wie etwa die Shooter Far Cry und Half-Life 2 oder das Online-Rollenspiel World of Warcraft profitieren enorm von dem zusätzlichen Platz, den ein 16:10-Display in der Breite bietet.
Einen Vergleich zwischen der Breitbild- und der Normalbildansicht bei Spielen bietet eine Galerie(öffnet im neuen Fenster) der Website widescreengamingforum.com(öffnet im neuen Fenster) . Nicht immer kommen Spiele dabei mit Breitbild-Auflösungen klar, wie an einigen der dort zu findenden Beispiele zu sehen ist. Wer jedoch mit dem Display nur arbeiten will, der dürfte sich daran nicht stören.
Auf der Anschlussseite bietet das Gerät von Acer – im Unterschied zu dem taiwanischen bzw. dem US-Modell – nur einen analogen D-Sub-Eingang. Das Display wiegt 12,5 kg und hat eine Leistungsaufnahme von etwa 110 Watt. Acers 24-Zoll-Breitbild-LCD soll Mitte, spätestens Ende Oktober 2005 zu einem Preis von 999,- Euro auf den Markt kommen und hat eine Garantie von drei Jahren inklusive Pick-up-Service. Das Taiwan-Modell soll einem Bericht(öffnet im neuen Fenster) von Engadget zufolge etwa 870,- US-Dollar kosten, für den geringeren Preis bekommt man zudem einen DVI-Eingang. Der Preis berücksichtigt jedoch nicht die hiesigen Steuern.
Auch Dell bietet in einer zeitlich begrenzten Aktion seine Breitbilddisplays günstiger an. Das Ultrasharp 2405FPW 24-Zoll -LCD kostet derzeit(öffnet im neuen Fenster) etwa 973,- Euro, das 20-Zoll-Gegenstück (2005FPW) ist mit 547,- Euro deutlich günstiger gelistet – jedoch ohne Angabe einer Lieferzeit. Als Reaktionszeit gibt Dell bei beiden Displays 16 ms an, der Kontrast soll bei 600:1 für das 2005FPW und 1000:1 für das 2405FPW liegen. Zudem bieten Dells Displays auch einen DVI-Eingang.
Der Preis für das Cinema-HD-Display von Apple liegt dagegen noch bei 1.499,- Euro für das 23-Zoll-Modell, das genauso wie die 24-Zöller von Acer und Dell in der Lage ist, 1080p-Videos in voller Größe wiederzugeben. Es besitzt wie die beiden Konkurrenten eine Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln (WUXGA+). Die Reaktionszeit liegt bei 16 ms und der Blickwinkelbereich wird mit 170 Grad angegeben. Die Apple-Displays benötigen jedoch im Unterschied zur Konkurrenz einen digitalen Ausgang an der Grafikkarte, VGA fehlt. Zudem stehen ein Großteil der Einstellmöglichkeiten nur am Mac per Software zur Verfügung, lediglich die Helligkeit lässt sich am Gerät regeln.
Bei einem Display dieser Größe empfiehlt es sich, eine Grafikkarte mit digitalem Anschluss zu nutzen; nur wenige Grafikkarten sind in der Lage, derartige Auflösungen über den Analogausgang mit hoher Bildqualität anzusprechen. Daher ist die Entscheidung von Acer, das europäische Modell nur mit einem Analog-Eingang zu bestücken kritisch zu betrachten, die Qualität der eigenen Grafikkarte sollte beim Kauf des Displays also berücksichtigt werden. Es gibt zudem Grafikkarten, die nicht in der Lage sind, den DVI-Anschluss mit Auflösungen jenseits der 1.280 x 1.024 Pixel zu versorgen. Hierzu gehört unter anderem die G-Serie von Matrox. Für 30-Zoll-Displays braucht es gar eine Grafikkarte mit Dual-Link-Unterstützung . [von Andreas Sebayang]
Nachtrag vom 30. September 2005, 11:10 Uhr:
Wie Acer uns eben mitteilte, wird das AL2416W doch nicht mehr im September, sondern erst ab Mitte/Ende Oktober 2005 lieferbar sein. Die Meldung wurde entsprechend angepasst. Die schwache Schnittstellen-Ausstattung des Geräts bleibt leider bestehen.