Spieletest: Fahrenheit - Kino-Thriller zum Selberspielen

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Auch wenn das bisher Gesagte den Anschein vermitteln mag: Fahrenheit ist alles andere als perfekt. So großartig die Inszenierung, so spannend die Atmosphäre und so visionär die Art des Geschichten-Erzählens hier auch ist, so viele technische Mankos gibt es leider auch. Da sind zum Beispiel die Kameraperspektiven, die das Geschehen zwar filmreif einfangen, oft aber einfach unpraktisch gewählt sind: Man weiß nicht, wo man hinmuss - oder, noch schlimmer, durch einen Kamerawechsel ändert sich die Perspektive und plötzlich wird in die falsche Richtung gerannt. In anderen Momenten verlässt einen die Orientierung, weil nicht wirklich klar ist, was als Nächstes getan werden muss. Und es gibt logische Ungereimtheiten: Beim Untersuchen des Tatortes ist es zum Beispiel nicht möglich, die Tatwaffe zu finden, so lange man Carla steuert - erst, wenn per Tastendruck zu Tyler gewechselt wird, kann mit dem ein Blick in den Mülleimer geworfen werden - das wirkt doch stark aufgesetzt.

Screenshot #17
Das Spiel enthält mehrere Sprachversionen auf einer Disc; und auch wenn die englische Original-Synchronisation sicherlich die beste ist, kann über die deutsche Fassung nicht geklagt werden - professionell und passend wurden fast alle Charaktere vertont. Auch die Musik - komponiert von Angelo Badalamenti - ist grandios, einzig die Grafik setzt keine neuen Standards, sondern wirkt stellenweise etwas farblos und blockig.

Screenshot #19
Fahrenheit ist für die Xbox, die PlayStation 2 und den PC im Handel erhältlich. Leider war Atari bisher nicht in der Lage, uns eine Testversion für den PC und die Xbox zur Verfügung zu stellen - der Test bezieht sich also komplett auf die PS2-Fassung. Die anderen beiden Umsetzungen sollen aber inhaltlich und wohl auch optisch mehr oder weniger identisch sein.
Fazit:
Sicher, Fahrenheit hat einige inhaltliche und technische Macken, die einen im Spielverlauf immer wieder nerven - eben deshalb lässt sich vortrefflich darüber streiten, wie gut dieses Spiel wirklich ist. Trotzdem ist der Titel ein Pflichtkauf - weil selten zuvor ein Spiel derart fesselnd seine Geschichte erzählt hat. Wenn einem komplexes Gameplay wichtiger ist als Atmosphäre und Spannung, wird Fahrenheit kaum punkten können, alle anderen sollten den Mordfall aber unbedingt lösen: Dieser Titel könnte trotz aller Kinderkrankheiten als Paradebeispiel für eine neue Art der Adventures dienen.
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