Spieletest: Fahrenheit - Kino-Thriller zum Selberspielen

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Fahrenheit wechselt im Laufe des Geschehens häufig die Schauplätze und die spielbaren Personen. Neben dem angesprochenen Lucas Kane sowie den beiden Polizisten ist auch Marcus Kane, der Bruder des vermeintlichen Täters, spielbar. In vielen Zwischensequenzen erfährt man immer mehr von den einzelnen Biografien und dringt tiefer in die mysteriöse Mordgeschichte ein - unheimliche Visionen und Parallelen zu einer älteren Mordsache bringen bald erstes Licht ins Dunkel, die Geschichte bleibt aber bis zum etwas gehetzt wirkenden Ende immer spannend.

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Das eigentliche Gameplay von Fahrenheit entspricht ebenfalls nicht dem, was man gemeinhin von Action-Adventures kennt. Zwar werden auch hier Gegenstände eingesammelt, Gespräche geführt und (eher selten) auch mal ein kniffliges Rätsel gelöst, die Umstände dabei und die Bedienung entsprechen allerdings keinem bisher auf dem Markt erhältlichen Programm. So gibt es etwa Action-Sequenzen - in denen dann geflüchtet oder ausgewichen werden muss - , bei denen der Spieler rhythmisch und so schnell wie möglich Tasten malträtieren muss. Multiple-Choice-Gespräche sind ebenfalls alles andere als langatmig - sobald die Antwortmöglichkeiten eingeblendet werden, läuft auch eine Uhrleiste ab; wer sich nicht schnell genug entscheidet, bricht das Gespräch ungewollt ab. Auch sonst besteht kaum die Möglichkeit, das Pad bzw. die Tastatur mal längere Zeit loszulassen. Immer wieder werden schnelle Reaktionen oder Antworten verlangt, so dass beim Spielen eine beständige, recht angenehme Anspannung herrscht.

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Was die Spannung zusätzlich antreibt, ist der häufig eingesetzte Splitscreen: Immer wieder kommt es vor, dass bestimmte Aktionen, etwa das Verstecken von Beweismitteln, das Finden eines Schlüssels, das Verlassen eines Appartments, unter Zeitdruck geschehen müssen; und während man etwa in der linken Screen-Hälfte versucht zu flüchten, kann man in der rechten Screen-Hälfte mit ansehen, wo sich die Polizei gerade befindet und wie dicht sie einem schon auf den Fersen ist. Teilweise passiert so viel, dass man gar nicht alles mitbekommt - eben weil Sequenzen ablaufen, gleichzeitig aber auf den Spielverlauf geachtet werden muss, so dass eine Konzentration auf alles gleichzeitig gar nicht richtig möglich ist.
Wirklich schwer ist Fahrenheit übrigens trotzdem nicht: Zwar kommt es durchaus vor, dass man sich selbst in eine Sackgasse manövriert, an Zeitlimits scheitert oder aber die persönliche Verfassung - etwa die von Lucas, wenn er beständig in der Zeitung von seinen Mordtaten liest oder die Polizei nicht loswird - auf einen so tiefen Punkt sinkt, dass er am Ende schließlich Selbstmord begeht. Dazu kommt es aber nur in Ausnahmefällen; wer nicht völlig kopflos durch die Level rauscht, wird kaum ein Kapitel nochmals neu beginnen müssen. Generell ist der Titel sehr einsteigerfreundlich, eben weil das eigentliche Spielgeschehen allein mit ein wenig Reaktion und dem richtigen Knopf bewältigt werden kann.
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