Commodore wird zur Spielemarke
Commodore Gaming soll sich Spieleklassikern, Hardware-Zubehör, dem Vertrieb von fremder Spielehardware und Zubehör unter eigener Marke sowie der Veröffentlichung neuer Spielelizenzen widmen. YMC hatte Commodore Anfang 2005 von Tulip übernommen und erhält für die Vertragsunterzeichnung mit The Content Factory insgesamt 18 Millionen Euro. 6 Millionen davon entfallen auf einen Aktienanteil von 49 Prozent am Joint Venture, die restlichen 12 Millionen werden über einen Zeitraum von fünf Jahren in bar ausbezahlt, so YMV.
Die Partner hoffen, durch die Marke Commodore mehr Aufmerksamkeit für die eigenen Produkte erhaschen zu können. Ben van Wijhe, CEO von YMV, zeigt sich optimistisch: "Die Gründung dieses Joint Venture ist für Commodore ein wegweisendes Ereignis und macht es dieser klassischen Spielemarke möglich, im Computerspielemarkt erneut durchzustarten."
Bei diesen Worten dürften sich allerdings bei vielen Fans des Ur-Commodore die Zehnägel hochrollen, denn während der C64 und der Amiga sich als ausgezeichnete Spieleplattformen zeigten, war Commodore selbst im Grunde keine Spielemarke. Von Wijhe scheint dennoch anderer Ansicht zu sein: "Commodore gehört traditionell zu den stärksten Spielemarken der Welt."
Commodore Gaming soll anfangs mit den vorhandenen Lizenzen C64-Spieleklassiker in Form von Joystick-Konsolen sowie Handy- und Handheld-Spielen veröffentlichen. Später sollen "spezielle Hardwareprodukte und Zubehör" für die Spielewelt entwickelt werden. Sofern die Pläne erfolgreich sind, sollen dann auch neue Spielelizenzen unter dem Markennamen Commodore veröffentlicht werden. Hier werde zwar der Handy- und Handheld-Markt Vorrang haben, doch die Partner streben auch in den PC- und Spielekonsolenmarkt.
Unter der Marke Commodore(öffnet im neuen Fenster) werden zurzeit verschiedene Unterhaltungselektronik-Produkte verkauft, darunter MP3-Player, C64-Joystick- sowie Multimedia-Terminals und Home Media Center.



