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Letzter High-End-Xeon mit Single-Core vorgestellt

Intel liefert auch zwei neue stromsparende Xeon-Modelle. Intel hat mit der Auslieferung eines neuen, mit nur einem Kern bestückten High-End-Xeon-Prozessors begonnen, dem voraussichtlich nur noch Dual-Core-Geschwister folgen werden. Zudem stellte Intel neue Low-Voltage-Versionen des Xeon vor.
/ Christian Klaß
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Wie der Chip-Hersteller angibt, soll mit dem letzten Single-Core-Xeon-Modell eine Ära des Enterprise Computing zu Ende gehen – die Zukunft sei eine neue Plattformgeneration mit zwei oder mehr Prozessorkernen und neuen Leistungsmerkmalen. Dazu zählen Intel zufolge ein geringerer Stromverbrauch, Virtualisierung und eine effizientere I/O-Anbindung. Firmenkunden, die bereits jetzt auf Multi-Core Enterprise Computing umsteigen wollen, werden bereits mit Testmustern von Plattformen und Prozessoren der nächsten Generation versorgt, verspricht Diane Bryant, Vice President der Intel Digital Enterprise Group und Genral Manager der Intel Server Platform Group.

Stromsparendere Xeon-Server will Intel mit neuen Low-Voltage-Prozessormodellen ermöglichen. Dazu zählen der 64-Bit-fähige Xeon LV 3 GHz mit 55 Watt Thermal Design Power (TDP) sowie der ebenfalls 64-Bit-fähige Xeon MV 3,20 GHz mit 90 Watt TDP bzw. Abwärme. Beide neuen Prozessoren sind für den Einsatz in Rack- und Blade-Servern konzipiert, die über ein eingeschränktes Platzangebot verfügen und für die ein niedriger Energieverbrauch entscheidend ist.

Wenn Stromverbrauch und Abwärme kein Problem darstellen und stattdessen mehr Leistung benötigt wird, kann das neue High-End-Modell mit 3,8 GHz, 2-MByte-Level-2-Cache, 64-Bit-Unterstützung, 800-MHz-Systembus und der mit Speedstep verwandten Stromspartechnik Demand Based Switching (DBS) eingesetzt werden. Der neue 3,8-GHz-Xeon löst damit das 3,6-GHz-Modell als bisher schnellsten Single-Core-Xeon ab.

Am unteren Ende der Xeon-Reihe kam noch ein neuer 2,8-GHz-Xeon mit 2 MByte L2-Cache hinzu, bisher gab es den Xeon bei dieser Taktrate nur mit älterem Kern mit 1-MByte-L2-Cache.

Die neuen Xeons mit 2 MByte L2-Cache und Taktfrequenzen von 3,80 GHz und 2,80 GHz sollen ab sofort bei einer Abnahme von 1.000 Stück zu Großhandelspreisen von jeweils 851,- US-Dollar bzw. 198,- US-Dollar erhältlich sein. Der Xeon LV mit 3 GHz liegt bei 519,- US-Dollar, der Xeon MV 3.20 GHz kostet 487,- US-Dollar.

In den nächsten Wochen will Intel seinen ersten Xeon-Prozessor mit zwei Kernen mit dem Codenamen "Paxville" vorstellen. Der ursprünglich für 2006 vorgesehene Paxville soll eine höhere Leistung sowohl für Dual-Prozessor-(DP-) als auch für Multi-Prozessor-(MP-)basierte Server zur Verfügung stellen.

Anfang 2006 folgt dann eine weitere Serverplattform mit Codenamen "Bensley". Zu dieser zählen ein Dual-Core-Xeon mit Codenamen "Dempsey", ein Dual-Core-optimierter Chipsatz mit Codenamen "Blackford" sowie weitere Techniken, die Intel zufolge zu optimierter Leistung, Verwaltung, Zuverlässigkeit und Produktivität führen werden. Zudem hat Intel angekündigt, eine Dual-Core-Xeon-basierte Workstation-Plattform mit Codenamen "Glidewell" auf den Markt zu bringen, die ebenfalls den Dempsey-Prozessor sowie einen neuen Chipsatz beinhaltet, der für Workstations optimiert wurde und den Codenamen "Greencreek" trägt.

Zur weiteren Senkung des Stromverbrauchs von Servern plant Intel für 2006 einen neuen Dual-Core-Prozessor mit Codenamen "Sossaman", der Serverumgebungen fokussiert, die über eine eingeschränkte Energieversorgung verfügen. Später im Jahr 2006 folgt dann Intels Dual-Core-Xeon-Plattform "Woodcrest", die nicht mehr im 90-nm-, sondern im 65-nm-Prozess gefertigt wird und auf geringeren Energieverbrauch getrimmt werden soll.


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