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Studie: Zu viel Medienkonsum macht dick, dumm und traurig

Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen befragte 23.000 Personen. Durch eine Untersuchung des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) bekommt die These, übermäßig hoher Medienkonsum könnte Kinder und Jugendliche negativ beeinflussen, neue Nahrung. Darin wurde eine Abhängigkeit von der Zeit, die vor dem Fernseher und Spielkonsolen verbracht wurde und den Schulleistungen beobachtet.
/ Andreas Donath
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Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) befragte im Rahmen der Untersuchung 23.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 15 Jahren. Je mehr Fernseh- und Spielkonsolenkonsum, desto schlechter waren die Schulnoten dem Spiegel zufolge, der sich auf die Studie bezieht.

Der unterschiedliche Medienkonsum liefert laut KFN-Vorstand Christian Pfeiffer auch einen Erklärungsansatz dafür, dass der Süden Deutschlands in der Pisa-Studie besser abschneidet als der Norden – und dafür, dass mehr Mädchen als Jungen und im Vergleich zu Ausländern überproportional viele Deutsche Gymnasien besuchen: Einen eigenen Fernseher im Zimmer etwa hat nur jedes dritte Mädchen, aber fast jeder zweite Junge.

Geschlechterspezifisch ist auch ein deutliches Gefälle bei der Verbreitung von Spielkonsolen zu beobachten. So besitzen knapp 40 Prozent der Jungen, aber nur 16 Prozent der Mädchen ein solches Gerät. Kinder von Ausländern im Alter von zehn Jahren haben zu 51,3 Prozent ein eigenes TV-Gerät und 43,3 Prozent eine eigene Spielkonsole im Zimmer, bei den Deutschen sind es nur 31,9 respektive 22,3 Prozent.

Exemplarisch wurden zwei Großstädte herausgegriffen: Während in Dortmund mehr als die Hälfte der Kinder im eigenen Raum fernsieht, ist es in München nur ein Fünftel. Kinder auf Hauptschulen sitzen nach der Untersuchung mehr als doppelt so lange vor Bildschirmen wie Gymnasiasten. Hinzu komme, dass Kinder mit eigenen Unterhaltungsgeräten viel häufiger Sendungen oder Spiele mit hohem Gewaltanteil sehen, was die Lernfähigkeit ebenfalls senke.

Pfeiffer resümierte gegenüber dem Spiegel die weiteren Untersuchungsergebnisse, die der Spiegel leider nicht vorab veröffentlichte: "Ein Übermaß an Medienkonsum macht dick, dumm, krank und traurig."


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