Ver.di wehrt sich gegen geplanten Stellenabbau bei T-Com
Bewahrheiten sich die Pläne, wären das in den nächsten drei Jahren bis zu 45.000 Stellen, die in der Festnetzsparte abgebaut würden. Derzeit beschäftigt die T-Com noch rund 110.000 Mitarbeiter. "Damit würde fast jeder zweite Arbeitsplatz bei der T-Com gestrichen. Das ist eine Kampfansage an die Beschäftigten. So etwas machen wir nicht mit" , sagte Treml.
Die Aussage von T-Com-Vorstand Walter Raizner gegenüber dem Manager Magazin, dass der Festnetzsparte sonst drohe, ein Sanierungsfall zu werden, entbehrt nach Tremels Angaben "jeglicher betriebswirtschaftlicher Grundlage" und schade dem Unternehmen.
Treml kritisierte, dass man bei T-Com nicht genug gegen Kundenabwanderungen und den Umsatzrückgang getan hätte. "Die Rahmenbedingungen auf Grund der Regulierung sind seit langem bekannt. Offenbar hat das zuständige Management einiges verschlafen" , so Treml.
Raizner will nach Angaben des Manager Magazins die Sparte wieder auf Vordermann und das Portfolio von derzeit 700 auf etwa 80 Produkte bereinigen sowie zahlreiche Prozesse von der Auftragsannahme bis zum Stördienst vereinfachen. Ver.di erwarte vom Vorstandschef der T-Com, dass auch er sich an das vor einem Jahr abgeschlossene Moratorium hält, das Verhandlungen mit Ver.di über die personellen Entwicklungen vorsieht.



