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Neues iTunes 5.01 macht weiter Probleme

Bereitet Apple einen eigenen Music-Video-Store vor? Mit der neuen Version 5.01 von iTunes will Apple vor allem Stabilitätsprobleme beseitigen, die sowohl in der Windows- als auch in der MacOS-Version auftraten. Jedoch stecken auch in der neuen Version unangenehme Fehler. Derweil scheint Apple in iTunes Vorbereitungen für einen Music-Video-Store zu treffen: In den Programmdateien finden sich erste Hinweise darauf.
/ Ingo Pakalski
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Eine detaillierte Auflistung der Änderungen gibt es zu iTunes 5.01 nicht – wie leider so oft bei Apple. Es wird jedoch hervorgehoben, dass man an der Stabilität des Programms gefeilt habe. Apples iTunes hat schon seit längerer Zeit Probleme mit der Installationsroutine. Bereits iTunes 5.0 soll einem Netzwelt-Bericht zufolge einige unangenehme Fehler(öffnet im neuen Fenster) aufweisen, die Wiedergabelisten verschwinden lassen sowie zum Abbruch der USB-Kommunikation führen sollen. Da Apple Probleme mit dem Installer hat, soll sich die Software auch nicht deinstallieren lassen. Derartige Versuche verschlimmerten die Situation teilweise sogar noch. Die aufgeführten Probleme konnte Golem.de teilweise bestätigen.

In einem Versuch, iTunes 5.01 für Windows auf eine erfolgreiche Installation von iTunes 5 zu spielen, misslang der erste Installationsversuch. Die iTunes-Installationsroutine wartete vergeblich darauf, dass die von ihr aufgerufene Quicktime-Installation abgeschlossen wird. Diese war jedoch nicht in der Lage, ihren Teil abzuschließen und der iTunes-Fortschrittsbalken blieb in einer Endlosschleife hängen. Zudem entschied sich Apple dafür, während der Installation die Abbrechen-Schaltfläche zu deaktivieren, so dass von der einfachen Bedienung von iTunes nicht viel übrig bleibt – der Prozess musste manuell beendet werden. Dabei genügt es jedoch nicht nur, das Setup-Programm zu beenden, auch diverse andere Programme mussten dazu geschlossen werden. Einen weiteren Versuch, iTunes zu installieren, quittiert das Installationsprogramm mit dem Fehler "1607: InstallShield Scripting Runtime kann nicht installiert werden" .

Des Rätsels Lösung war ein laufender Browser, der die Installation von Quicktime erfolgreich verhinderte. Dieses Problem hatte auch schon iTunes 5.0 auf einem anderen Rechner. Dort kam es zudem zu Kommunikationsproblemen mit einem angeschlossenen Gerät. Es empfiehlt sich also, möglichst alle laufenden Applikationen zu schließen, bevor die Installation begonnen wird. Eine solche Empfehlung wird sonst nur bei systemkritischen Installationen gegeben. Dazu gehört normalerweise nicht das Installieren eines Audioprogramms.

Wer die Diskussionsforen(öffnet im neuen Fenster) von Apple aufsucht, wird feststellen, dass dort recht viele Anwender auch mit der aktuellen Version etliche Probleme haben. Oft ist die Quicktime-Komponente schuld, die seit geraumer Zeit in iTunes integriert wird. Dieses Problem trat schon mit iTunes 4.7 öfters auf.

Apples iTunes 5.01 lässt sich für Windows und MacOS X auf der Homepage von Apple herunterladen(öffnet im neuen Fenster) .

Derweil arbeitet das Entwicklungsteam von Apple offensichtlich an einer neuen Funktion: herunterladbare Musikvideos. Schon länger brodelt die Gerüchteküche, Apple wolle über iTunes Musikvideos anbieten. So berichtete(öffnet im neuen Fenster) MSNBC unter Berufung auf das Wall Street Journal bereits im Juli 2005, dass Apple mit den Musikkonzernen in Verhandlungen stehe. Es wurde vermutet, dass der Preis für ein Musikvideo bei etwa 2 US-Dollar liegen könnte. Apple bietet bereits seit der Version 4.8 Musikvideos im Paket an, ein separater Kauf ist bisher jedoch nicht möglich.

Ein Tüftler namens "Celebi23" hat in einer iTunes-5-Datei neue Bilder(öffnet im neuen Fenster) entdecken können. "Gift Video", "Buy Video" und "Add Video" weisen darauf hin, dass Apple daran arbeitet, iTunes für einen eventuellen Verkauf von Musikvideos fit zu machen. Einige der Bilder waren jedoch schon in iTunes 4.8 vorhanden.

Dass ein Markt für den Verkauf von Musikvideos existiert, lässt sich im Internet auf diversen File-Sharing-Seiten beobachten. Aufgenommene Videos von Musiksendern sind dort recht beliebt. Die Musikindustrie hat sich jedoch bis jetzt noch nicht dazu entschließen können, diesen Markt zu bedienen.

In welcher Form und ob mit einem Video-Store seitens Apple zu rechnen ist, lässt sich indes noch nicht sagen. Auch beim iTunes-Mobiltelefon, dem Motorola ROKR , fanden sich bereits sehr früh Hinweise auf ein derartiges Gerät in iTunes. [von Andreas Sebayang]


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