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Angriff auf Firefox: Opera ab sofort kostenlos

Opera ab Version 8.50 ohne Werbebanner. Der norwegische Web-Browser Opera wird ab sofort in der Desktop-Version kostenlos abgegeben, nachdem entsprechende Gerüchte bereits seit ein paar Wochen im Internet die Runde machten. Bislang enthielt die gratis nutzbare Version des Browsers Werbebanner, die man erst nach einer Registrierung wieder loswurde. Damit reagiert Opera offenbar auf den Erfolg, den die Mozilla-Stiftung mit Firefox verbucht hatte und positioniert die aktuelle Version stärker als Konkurrenz zu dem ebenfalls kostenlos erhältlichen Firefox.
/ Ingo Pakalski
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Die erste Gratisausführung von Opera ohne Werbebanner ist die Version 8.50, die im Unterschied zur Vorversion lediglich kleinere Verbesserungen bringt. Leider hat es die bereits in Vorabversionen enthaltene BitTorrent-Unterstützung nicht in die aktuelle Opera-Version geschafft. Opera besteht aus einem Web-Browser mit Small-Screen-Rendering, Pop-Up-Blocker, Tabbed-Browsing, Download-Manager sowie einem E-Mail-Client, einem RSS-Reader und einem Chat-Programm. Die gesamte Browser-Suite begnügt sich mit vergleichsweise wenig Speicher und lässt sich komplett per Tastatur steuern, während integrierte Mausgesten bei der Mausbedienung der Software helfen.

Mit Opera 8.50 werden zwei Sicherheitslücken geschlossen. Über eines der Sicherheitslöcher hätte ein Angreifer Dateien auf ein fremdes System schleusen können. Das zweite Sicherheitsleck steckt im E-Mail-Client von Opera und könnte zum Einschleusen von Script-Code missbraucht werden. Darüber hinaus erhielt Opera 8.50 noch eine Reihe von Fehlerbereinigungen, so dass die aktuelle Version stabiler zur Sache gehen soll. Mit dem Sprung auf die Versionsnummer 8.50 will der Hersteller deutlich machen, ab welcher Version Opera auch ohne Werbung kostenlos genutzt werden kann.

Erst Ende August 2005 hatte der norwegische Hersteller für einen Tag kostenlose Registrierungsschlüssel für Opera 8.x aus Anlass des 10. Geburtstages des Unternehmens veröffentlicht.

Nun steht Opera ab sofort kostenlos ohne jegliche Beschränkungen zur Verfügung. Zwar konnte der norwegische Browser schon seit Jahren gratis genutzt werden, allerdings musste man sich dann mit in die Programmoberfläche eingebundenen Werbebannern zufrieden geben. Gegen eine Registrierungsgebühr von zuletzt 34,- Euro verschwanden die Werbebanner aus der Programmoberfläche.

Opera begründete den Schritt gegenüber Golem.de damit, dass der große Erfolg von Opera 8 dem Unternehmen die Möglichkeit gegeben habe, den Browser fortan komplett kostenlos anzubieten. Für diese Entscheidung dürfte aber auch der große Erfolg von Firefox eine Rolle gespielt haben, der ebenfalls gratis zu haben ist.

Mit dem Schritt tritt Opera in direktere Konkurrenz zu Firefox und der bisherigen Mozilla-Suite, die als SeaMonkey weiter entwickelt wird. Opera bietet zusätzlich zu den Desktop-Versionen den Browser auch für mobile Endgeräte wie PDAs und Smartphones sowie für Unterhaltungselektronik an, die jedoch weiterhin nur gegen Bezahlung abgegeben werden.

Ein ausführlicher Bericht über die Neuerungen in Opera 8.0 erschien auf Golem.de im April 2005. Zudem gab es Testberichte zu Opera 7 und Opera 6 , welche die Arbeitsweise des Browsers beschreiben und einen Überblick liefern, was den Norweger auszeichnet.

Opera 8.50 steht ab sofort für Windows(öffnet im neuen Fenster) , Linux(öffnet im neuen Fenster) , FreeBSD(öffnet im neuen Fenster) , Solaris(öffnet im neuen Fenster) sowie MacOS X(öffnet im neuen Fenster) in deutscher Sprache kostenlos zum Download bereit. Für 24,- Euro bietet Opera einen "Premium Support" an, der bei Problemen mit dem Browser zügig helfen soll.


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