VATM: Regulierer soll Preise für Breitband-Internet senken

Verband setzt auf weiteres Marktwachstum durch geringe Preise

Anlässlich einer Anhörung zur Entgeltgenehmigung für Breitband-Vorleistungen für ISPs drängt der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) auf eine Senkung der Vorleistungspreise. Nur dann könne im Zuge des anhaltenden Preiskampfes bei DSL mit einer weiterhin hohen Nachfrage gerechnet werden.

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Der Preiswettbewerb im Bereich der DSL-Flatrates habe seit Beginn des Jahres 2005 den Kunden um durchschnittlich 15 bis 20 Euro pro Monat entlastet, rechnet VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner vor. Dennoch seien die breitbandigen Zugangsentgelte nach Ansicht des VATM noch immer deutlich zu hoch: "Um im europäischen Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben, muss die Bundesnetzagentur bei der Preisermittlung für die nutzungsabhängigen ZISP-Entgelte [Zuführung zum ISP, Anm. d. Red.] statt der von der Telekom geforderten Erhöhung daher eine Senkung um mindestens 20 Prozent anordnen."

Es seien vor allem bandbreitenintensive Produkte, die von den stärker nutzungsfördernden Flatrate-Modellen profitieren, so der VATM. Überhöhte Entgelte könnten eine verstärkte Entwicklung der Breitbandnutzung in Deutschland abschwächen, fürchtet der VATM.

Bis zum 31. Oktober 2005 muss die Bundesnetzagentur über neue Vorleistungspreise der Deutschen Telekom entscheiden. Dabei fordert die Telekom laut VATM, die nutzungsabhängigen Preise für die breitbandige Zugangsleistung ZISP von derzeit 0,52 Euro auf 1,5625 Euro pro genutzter Bandbreite (10 KBit/s) anzuheben.

Kommentar:
Außen vor bleiben dabei die Preise für den eigentlichen DSL-Zugang. Zwar bieten die Anbieter hier zunehmend höhere Bandbreiten, bei den Grundpreisen ist aber kein großer Preiskampf zu verzeichnen. So ist ein DSL-Zugang mit Flatrate heute deutlich günstiger zu haben, wer aber nur mit kleiner Bandbreite von 1 MBit/s im Downstream ständig online sein möchte, profitiert weit weniger vom DSL-Preiskampf.

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