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Mozilla Reloaded - Alpha-Version von SeaMonkey 1.0 ist da

SeaMonkey mit Neuerungen aus Firefox 1.5 und Thunderbird 1.5. Der SeaMonkey-Rat hat eine erste Vorabversion von SeaMonkey 1.0 – dem Nachfolger der bisherigen Mozilla-Suite – veröffentlicht und ruft Interessierte auf, die aktuelle Version auf Herz und Nieren zu testen. Die neue Browser-Suite SeaMonkey 1.0 bringt im Vergleich zur letzten Final-Version von Mozilla zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen, die zum Teil aus Firefox 1.5 sowie Thunderbird 1.5 stammen.
/ Ingo Pakalski
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Die Alpha-Version von SeaMonkey 1.0 enthält zahlreichen Programmcode aus der Beta 1 von Firefox 1.5 und bietet damit einen Großteil der Neuerungen der kommenden Firefox-Version. Im Lieferzustand verwendet SeaMonkey die Standard-Netscape-Oberfläche, die sich in den Theme-Optionen umschalten lässt.

Als Basis von SeaMonkey 1.0 dienten die letzten Vorabversionen von Mozilla 1.8, die niemals als Final-Version erschienen ist. Da die Mozilla-Stiftung die Mozilla-Suite nicht weiter pflegt, wird Mozilla 1.8 wohl auch nicht mehr erscheinen. Als Ersatz dafür soll SeaMonkey fungieren, wobei die Entwickler damit ausdrücklich nicht in Konkurrenz zu Firefox treten wollen.

SeaMonkey 1.0 besteht wie die Mozilla-Suite aus einem Web-Browser, einem E-Mail-Client, einem HTML-Editor und dem IRC-Client ChatZilla. SeaMonkey 1.0 verwendet die Rendering-Engine Gecko, die weiterhin von der Mozilla-Stiftung entwickelt wird und in Firefox zum Einsatz kommt. In der Browser-Suite steckt die gleiche Version der Gecko-Engine wie in Firefox 1.5 , so dass die gleichen Fähigkeiten bereitstehen, die man von der kommenden Firefox-Version kennt. Allerdings lassen sich in SeaMonkey 1.0 Tabs derzeit nicht mit der Maus verschieben, so dass man an die Reihenfolge gebunden ist, in der die Tab-Seiten geöffnet wurden.

Bereits geladene Webseiten werden auch in SeaMonkey zügiger angezeigt, wenn die Vor- und Zurück-Funktion im Browser verwendet wird. Dazu werden bereits aufgerufene Webseiten im Speicher gehalten, so dass die Seiten bei einem erneuten Aufruf nicht nochmals gerendert werden müssen. Zudem erscheinen bei geladenen Bildern nun Minibildchen davon innerhalb des Tabs. Darüber hinaus lassen sich Webseiten bequem an die Entwickler melden, falls diese nicht korrekt dargestellt werden. Fehlermeldungen von Webseiten erscheinen nicht mehr als störende Dialogbox, sondern werden mit weiterführenden Informationen im Browser-Fenster angezeigt.

Auch der E-Mail-Client hat eine Reihe von Neuerungen erhalten, die auch für Thunderbird 1.5 geplant sind. Die Rechtschreibkorrektur im E-Mail-Client arbeitet nun bereits bei der Eingabe, so dass man Tippfehler schneller erkennt und korrigieren kann. Außerdem wurde eine Phishing-Erkennung integriert und Entwürfe lassen sich nun automatisch speichern. Für gelesene Nachrichten kann man nun eine Dauer bestimmen, nach der eine Nachricht als gelesen markiert wird, wenn diese selektiert ist.

Nachdem die Mozilla-Stiftung im März 2005 das Ende der Mozilla-Suite verkündet hat und bekannt gab, künftig nur noch an Firefox und Thunderbird Weiterentwicklungen vorzunehmen, sammelte sich eine Gruppe von Mozilla-Entwicklern , um die Browser-Suite weiter zu pflegen. Der daraus entstandene SeaMonkey-Rat entschied dann im Juni 2005, dass die Browser-Suite nicht mehr Mozilla heißen, sondern nun den internen Codenamen SeaMonkey tragen wird.

Die Entwickler weisen darauf hin, dass das SeaMonkey-Logo sich noch in Arbeit befindet und noch nicht entschieden ist, welches Logo für die Browser-Suite zum Einsatz kommt. Bis zur Beta 1 von SeaMonkey 1.0 soll die Entscheidung gefällt werden. Das wird auch die letzte Version vor der Final von SeaMonkey 1.0 sein, die zu einem späteren, nicht genannten Zeitpunkt in diesem Jahr geplant ist.

Die Alpha 1 von SeaMonkey steht für Windows und Linux bereits in deutscher Sprache zum Download(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung, während die Version für MacOS X vorerst nur in englischer Sprache angeboten(öffnet im neuen Fenster) wird. Die Alpha-Version soll nur zu Testzwecken eingesetzt werden und eignet sich noch nicht für den Produktiveinsatz, da die Browser-Suite noch zahlreiche Fehler aufweisen kann.


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