Gallery 2.0 für webbasiertes Foto-Management
Gallery 2 wurde von Grund auf neu geschrieben und ist, anders als Gallery 1, äußerst modular aufgebaut. Auch wenn dies viele Vorteile verspricht, so bringt dieser Ansatz doch ein Problem mit sich: Nicht alle Funktionen aus Gallery 1 stehen auch im Nachfolger zu Verfügung. Speicherte Gallery 1 die Metadaten zu den einzelnen Fotos noch in Dateien, setzt Gallery 2 nun auf eine Datenbank. Zudem kann die Version 2.0 mit mehr Dateitypen umgehen und kommt auch mit .psd-, .pdf- und .tiff-Dateien.
Beide Versionen unterstützen die Bibliotheken NetPBM und ImageMagick zur Bildmanipulation, in der neuen Version kann Gallery aber auch GD, dcraw und ffmpeg nutzen. In der neuen Version wurde zudem das Rechtesystem erweitert. Der Upload von Dateien ist in beiden Versionen nicht nur per HTML möglich, unter anderem steht ein Java-Applet sowie ein spezielles Kommando für Windows XP zur Verfügung. Zudem lassen sich mit anderen Methoden auf den Server kopierte Dateien einbinden, Gallery 2 bietet hier mehr Möglichkeiten als Gallery 1.
Es lassen sich serverseitig Wasserzeichen in Bilder einbetten. Auch wenn die Version 2.0 hier deutlich flexibler ist, da die Originalbilder nicht verändert werden, gibt es in der neuen Version einen großen Nachteil: Die Funktion kann nur auf einzelne Bidler, nicht auf ganze Alben angewendet werden. Die Bewertung von Bildern durch Benutzer bietet Gallery 2 derzeit nicht, obwohl Gallery 1 dies beherrscht. Auch bei der Anbindung von Online-Foto-Diensten zur Ausbelichtung von Bildern für Papierabzüge hat Gallery 1 die Nase vorn, die alte Version kommt mit mehr Diensten zurecht, vor allem was den europäischen Markt angeht.
Eine komplette Übersicht der Funktionen von Gallery 1 und Gallery 2 findet sich unter codex.gallery2.org(öffnet im neuen Fenster) . Der Download der GPL-Software ist unter Sourceforge.net(öffnet im neuen Fenster) möglich, denn die Projekt-Website gallery.menalto.com(öffnet im neuen Fenster) gibt sich derzeit etwas störrisch.